20.12.2009 00 26 ps #2811
jetzt,
ich warte,
auf das ende dieser geschichte,
oder,
auf den anfang,
welche geschichte eigentlich?
ich habe sie zerzählt.
01.12.2009 22 43 ps #2802
Ja, es ist kalt. Ich kenne diese Strassen. Überall Maschinen, eine neben der anderen, sorgsam angeordnet. Sie ruhen jetzt. Sie sind alle nicht farbig. Maschinen sind doch, gelb zum Beispiel, denke ich. Ich sehe aber keine Farben. Ich schlafe nicht, und wenn ich schlafe, dann träume ich. Nun stapfe ich durch den schon wieder geschmolzenen Schnee dieser Strassen. Darunter das Pflaster, das man bald aufreissen wird. Man muss etwas aufgeben, um etwas zu bekommen. Dieses Eingabefeld hier ist viel zu klein für die Suppe, die ich hineinleeren möchte. Ich möchte Schnee haben. Ich öffne das Fenster, vielleicht gibt es jetzt Schnee. Nein. Ich sage liebe Sachen. Die Maschinen liegen auf dem Pflaster und freuen sich nicht darüber. Wenn ich bloss wüsste, wie schlafen geht. Ich sage liebe Sachen vor mich hin. Der Schlaf interessiert sich nicht dafür. Ich streichle eine Kreatur der chinesischen Spielzeugindustrie. Diese lächelt zufrieden. Immerhin. Ich schalte alles aus. Die Kälte wird zum Freund. Wer braucht was. Ich nicht.
01.11.2009 18 16 ps #2794
"Kein Bier vor vier": leicht zu schaffen, wenn man um fünf aufsteht.
14.10.2009 00 07 ps #2792
Unstetigkeit, Rastlosigkeit und Getriebenheit mögen den eisigen Wind nicht und verlassen mich, um im Frühling hoffentlich nicht wiederzukommen. Hader scheint sinnlos. Leben als solches scheint verheissungsvoll. Ich könnte mich irgendeiner Angelegenheit widmen, die mir vielleicht morgen begegnet. Oder übermorgen. Es spielt keine Rolle. Es geht weiter.
02.10.2009 21 01 ps #2790
Ich fühle mich unstet, rastlos und getrieben. Ernsthaft bin ich schon lange. Auf der Plattform auch keine Matches heute, kein Lächeln und keine Fotofreigaben. Die Matches tanzen am Freitag alle im Ü30-Disko. Recht haben sie.
15.10.2008 20 20 ps #2725
Heute: Ich erwache. Zünde die Nachttischlampe an. Spüre Harndrang, stehe auf, ohne die Brille anzuziehen. Ich schlurfe zur Tür und begegne einer gelben Krabbe. Die gelbe Krabbe ist etwa 15 cm gross und bewegt sich auf dem Boden zwischen der Zimmertür und dem Kleiderschrank. Ich sehe sie klar und deutlich. Mein Entsetzen ist unbeschreiblich. Woher kam diese gelbe Krabbe in mein Zimmer? Ich schwebe in höchster Gefahr. Ich schreie und mache einen Sprung zurück in mein Bett. Die Brille liegt beim Bett auf dem Nachttisch, die Brille ist jetzt meine Rettung.
Vorsichtig pirsche ich mich nun mit Brille zur Stelle, wo die gelbe Krabbe sich aufgehalten hatte. Nichts verdächtiges zu sehen. Ich schaue unter das Bett, unter den Schrank. Alles o.k. Es muss ein Traum gewesen sein. Aber ich war wach! Ich war wirklich zur Tür gelaufen. Beweis: ich hatte in meinem Schreck noch vor allen anderen Rettungsmassnahmen daran gedacht, das Hauptlicht einzuschalten, und das war nun tatsächlich an.
Ich gehe auf's Klo, immer noch voller Angst. Zurück im Zimmer, ich suche nochmals das ganze Zimmer ab. Dann fällt mir auf, dass ich die Krabbe scharf gesehen hatte, obwohl ich meine Brille nicht aufhatte. Ich war wach, aber die Krabbe war Traum.
Ich kenne sowas schon. Oft liege ich frisch aufgewacht, sehe mein Bett, mein Zimmer, mache Licht, und sehe Insekten und andere monströse Schwärme und schreie laut in Panik. Erkenne aber meist schnell, dass es nur eine neue Abart dieses Traums ist.
Neu ist heute, dass ich einem Traumtier begegne, nachdem ich mein Bett verlassen habe. Anlass, zu googeln. Ich weiss nun, dass das, worunter ich leide, folgenden Namen trägt:
Hypnopompe Halluzination. Sinnestäuschung während des Aufwachens. Das Gegenstück dazu beim Einschlafen ist die hypnogoge Halluzination. Mir aber nie passiert. Zudem gibt es auch die Variante, wo man wach ist, aber sich nicht bewegen kann, während ein Freddy-Krüger-artiger Mensch sich an einem zu schaffen macht. Mir auch noch nie passiert. Immerhin etwas.
19.10.2006 00 17 ps #2414
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