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19.02.2002 13 18 nik #285
dem Entecker-Design auf die Sprünge geholfen...
Dank an den Schockwellenreiter

19.02.2002 11 17 nik #280
zuerich-airport1252226.jpeg
Denkwürdige Bilder von halben Flugzeugen 1/4

11.02.2002 20 35 nik #256
Grunge und geschlossene Clubs oder
... I've become hateful towards all humans in general

Teen Spirit war der Duft der angelsächsischen Rüschchenhaftigkeit, der pubertierenden Arroganz, des republikanischen Geschwürs, kurz: White Trash. Ficken? Ja, aber nur mit Licht aus. With the lights out it's less dangerous. Die Musik funktionierte und man ging Allianzen mit ihr ein. In einem Sekundenbruchteil einer medialen Vereinnahmungssekunde wurde sie vereinnahmt, getauft, verwertet, verlifestylisiert, ritschratsch. Grunge war ex-zentrisch. Grunge war in der Provinz entstanden und in die Provinz exportiert worden. ‚Kids‘ schwitzten zu Teen Spirit nach dem sie rochen in Clubs, welche spätestens nach ein oder zwei Jahren den Besitzer wechselten oder ganz zu gingen, weil der ‚Typ‘ mit dem ‚Stutz‘, welchen die ‚Kids‘ von der Goldküste gleich schubkarrenweise herangeschubkarrt haben, sich dermassen zugekokst hat, dass seine Lieblingsnutte ihm dringend einen Entzug angeraten hat.

And he likes to sing along
And he likes to shoot his gun
But he knows not what it means
And I say ah

Natürlich verstand er nicht, was da gemeint war. Natürlich verstand er nicht, dass da seine eigene Tristesse angesprochen war. Man brüllte es ihm auch ein bisschen zu laut ins glänzende Gesicht und er hatte doch auch schon ein paar Heineken geleert. Scharenweise verstanden sie nicht. Scharenweise Anwaltssöhne und Gymnasiallehrerinnentöchter verstanden global nicht. Cobain lieferte in vollkommener Rockstarnaivität Soundtrack, der eben gerade nicht als Soundtrack gemeint war, was wiederum die Naivität erklärt.
Nevermind.


11.02.2002 18 09 nik #254
Youdi lässt sich umtaufen, wird Vegetarier und welchselt in die erste Person:

Und so um nichts. Wie soll das denn gehen? Irgendwie wird es immer spät, Nacht. Drinnen ist es genauso wie schon immer, Licht, warm, weiss. Und von draussen höre ich drinnen Geräusche. Autos vielleicht. Autos und Asphalt. Das ist es, was ich höre. Es sind nicht viele Autos, nur ab und zu. Jemand geht durch den Innenhof, vielleicht. Und wieder ein Auto. Gibt es hier irgendwo eine Stadt? Vielleicht da draussen. Ist es Winter oder Sommer? Ist es kalt oder warm? Vorhin war es noch warm, zumindest hier drinnen. Nichts ist hier gewollt, keine Ideen, keine Geschichten, keine Protagonisten, doch Protagonisten vielleicht, vielleicht kommen sie ja bald wieder, die Protagonisten da draussen, hier drinnen habe ich noch keinen gesehen. Nicht unbewusst, das auf keinen Fall, nein, Unbewusstes kennen wir ja schon zu genüge, Bücher voll Unbewusstem und Unterbewusstem, hier bitte keine Un- und Unterbewusstheiten, keine Tiefen der Seele, falls es so etwas auch wirklich gibt. Ist im übrigen auch ganz egal, ob es so etwas gibt, ich will davon ja nicht schreiben. Bewusst alles genommen was unbewusst noch hie oder da schlummern könnte. Ach was! Unbewusstes schlummert nicht es sitzt, ja, sitzen tut es, nicht liegen, nicht schlafen, es sitzt dumm da (irgendwo draussen). Soll ich mich auf einen Ort festlegen? Es könnte noch einmal hilfreich sein mit dem Aussen und Innen und dem Bewussten.

07.02.2002 22 34 nik #241
Darf man so mir nichts dir nichts vor sich hin plaudern? Ich bin der Meinung, dass man das nicht darf. Man sollte sich gut überlegen welche Worte man wie, wo und wann gebraucht. Darf ein junger Mensch in einer Zeitung die Worte von sich geben, dass "es letzlich doch nur immer um das Trotzdem geht, das Trotzdem-Weitermachen"? Sollte er nicht lieber mit den Sätzchen seiner Väter umsichtiger sein und sie beim geringsten Anflug des Zweifelns hübsch für sich behalten? Sollten nicht - wenn man bedenkt - vielviel mehr Sätze bei demjenigen bleiben, der sie sich ausdenkt? Vielleicht irre ich. Vielleicht auch nicht.

06.02.2002 22 16 nik #234
Ich möchte ganz ohne Ironie und ohne trashiges Lüstern von einem Genuss berichten, den ich mir gegönnt habe. Ja, ich gebe zu, es hat mich Überwindung gekostet. Ich musste mittels Beinarbeit einen Supermakt aufsuchen. Ja, es hat mich auch ein Stange Geld gekostet. Aber es war dies alles wert. Wenn ich jetzt auf den Genuss zurückblicke, hätte ich sogar noch mehr auf mich genommen.
Nicht länger will ich geheimniskrämern: Ich habe mir gestern bei einem in dieser Stadt weitverbreiteten Grossverteiler eine fixfertige Bernerplatte gekauft! Sauerkraut, Rippli, Kartoffeln, Speck und alles schön separat (!) in Plastik verpackt. Manch einer mault gerne wenn man ihm mit Plastikverpackung kommt. Soll er doch! Alle anderen, welche sich nicht zu schade sind einen guten Rat anzunehmen, wissen was zu tun ist...

05.02.2002 11 36 nik #223
Superlustiges aus dem superlustigen Alltag (1 von 1)

Im Kiosk am Idaplatz arbeitet seit einigen Wochen eine neue Verkäuferin, welche links und rechts verwechselt. Meine Zigarettenmarke steht ganz links. Da die Verkäuferin meine Marke noch nie auf Anhieb gefunden hat, sage ich ihr, nachdem sie eine Weile gesucht hat, dass sie ganz links stehen würde. Die Verkäuferin geht zielstrebig nach rechts, woraufhin ich ihr mit einem irrenden Unterton sage, 'nein, entschuldigung, ich meine auf der anderen Seite', um anstandshalber den Fehler auf mich zu nehmen.
Heute nahm ich mir vor 'rechts' zu sagen, damit die Verkäuferin gleich nach links greift, wovon ich mir eine gewisse Reibungslosigkeit des Zigarettenkaufs versprach. Ich sagte also 'rechts'.
Die Verkäuferin aber stand eine Weile vor der Tabakwand, griff danach wirklich auf die rechte Seite und meinte stolz sie habe inzwischen gelernt wo links und wo rechts ist.

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