08.02.2003 12 45 mo #1029

07.02.2003 22 03 mo #1028
Poetry is now went poetry slam?
.. und dann finden sich zahlreiche Seiten, wenn sich der Sucher von Penderecki und Queneau halbwegs erholt hat, die bieten in allen Sprachen der Welt Gedichte an für die, denen die Worte fehlen, frei nach Wilhelm Busch kostenpflichtig, natürlich, wobei dieses und weitere Zitate vorläufig dem ein oder anderen gequälten Auge erspart werden, wozu gibt es schliesslich Google.
07.02.2003 01 45 mo #1024
Irgendwann
Irgendwer
Irgendwie
Irgendwo
Alles bereits gedacht, geschrieben.
Was übrig bleibt:
Die eigenen Sprachmixturen
ans Selbst anzugleichen,
auf dass sie anderen "neu" erscheinen mögen.
07.02.2003 01 37 mo #1023

30.01.2003 02 57 mo #1010
- Wenn es Dir schlecht geht, bemühe Dich, es zu verbergen.
Geht es Dir aber gut, wachsen um Dich herum Hass und Neid,
so affektiere ein Lungen- oder Nierenleiden ( Anm. d. Kopisten: wieder
sehr zeitgemäss, wenn's ums Veräussern der Organe geht)
und kaufe Dir eine Grabstelle. Alle Feindschaft wird schwinden.
(Walter Serner, Letzte Lockerung)
29.01.2003 13 09 mo #1002
Und nun folgen die Märchen aus tausendundeiner Nacht oder das grosse Schweigen?
22.01.2003 23 25 mo #973

Eitelkeiten und Senftöpfchen
Manchmal machte es Sinn, Missverständnisse im Keim zu ersticken, andererseits entstehen dadurch ab und an die schönsten Blüten.
Der Kraepelintext war ein Que(e)rergebnis meiner Wissbegier in Sachen Islam & Homosexualität sowie kürzlicher Papierlektüre und eines Dokumentarfilmchens, welchletztere beide unbarmherzig nachvollziehbar den unaufhaltsamen und gesellschaftlich gewollten Weg so manch klugen Kopfes in die Psychiatrie schilderten. Das abgedroschene Beispiel Van Goghs ist eins von vielen in über hundert Jahren Wegsperrerei unbequemer Geister. Insofern haben Kunst und Psychiatrie sehr wohl miteinander zu tun, auch der Begriff "Entartete Kunst", um zwar nicht mit sonstwie geformten Palindromen, aber Wortbildern, die von anderen ganz bewusst verwendet wurden, zu spielen.
Eine Gemeinsamkeit sind ganz sicher existentielle Abgründe, seien es günstigenfalls auch nur temporäre, geistige.
Der Künstler als Kranker im ursprünglichen Sinne, verletzt oder verletzlich, sensibel, anders. Macht er ausserhalb geschlossener Anstalten Karriere, erwirbt er sich unter Umständen noch zu Lebzeiten Ruhm, wird er weggesperrt, hat er Glück, überhaupt wahrgenommen zu werden. Elite versus Rinnstein.
Ist Kunst geisteskrank oder künstlich oder künstlerisch? Was sind sogenannte Geisteskranke, wenn sie kreatiefeln? Imperfekt? Therapiert?
Auch wenn so mancher Seelenspiegel mit der Zeit blind wird, so blind, dass manch eineR über seinem ganzen begnadeten Blödsinn (= folie morale, welch "nettes" Konstrukt, fürwahr) vergisst, dass es ihn selber treffen könnte, so blind sollte niemand in seinem subjektiven Wohlbefinden sein.
It's a wonderful life, sometimes over the rainbow.
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