13.06.2006 10 45 mo #2299
Tagiphilosophie:
Sie waren die Kleinen, eigentlich immer. Klein als Nation sind sie auch heute noch, ihr Land ist nicht grösser geworden. Aber sie sind nicht mehr klein im Geist. Sie sind gewachsen, einzeln und darum kollektiv, kollektiv und darum auch einzeln. Sie sind die Schweizer aus dem Jahr 2006.
Viel Glück heute Abend!
01.03.2006 19 52 mo #2256
"Wenn du wissen willst, ob du in einer reichen Gegend bist oder in einer armen, dann schau dir die Mülltonnen an. Siehst du weder Müll noch Tonnen, dann ist sie sehr reich. Siehst du die Tonnen und keinen Müll, dann ist sie reich. Siehst du den Müll neben den Tonnen, dann ist sie weder reich noch arm, sondern von Touristen überlaufen. Siehst du den Müll ohne Tonnen, dann ist sie arm. Und leben Menschen im Müll, dann ist sie sehr, sehr arm. Hier ist es reich."
"Sicher, wir sind ja auch in der Schweiz."
(Aus: Eric-Emmanuel Schmitt, Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Amman, 2001)
01.03.2006 17 41 mo #2255
.. mit umbefriedigenden Empfindungen werde ich mich in Zukunft nicht mehr großartig abmühen, sondern mache direkt einen Aphorismus draus, dann haben alle etwas davon.
(via Poodle)
23.02.2006 12 25 mo #2251
Sudelbuben und Fäkalautisten
(Überschrift bei SpOn)
18.02.2006 14 52 mo #2245
Geisteskrankheit ist wie ein Tränensack, man will sie nicht direkt bekommen, aber wenn man sie erst einmal hat, wirkt sie unglaublich attraktiv.
(Harald Martenstein)
03.01.2006 21 36 mo #2212
Als lange Jahre im Süd- und Südwestdeutschen verorteter Mensch sind viele so genannte Helvetismen für mich nie welche gewesen, sondern gehörten und gehören wie selbstverständlich zum Sprachschatz von mir langzeitheimat-losem Oftzügler dazu.
Ein paar ganz wenige echte "Schweizereien" sind über die Zeit zu Favoritenwörtern geworden, die liebevoll in meinen zumeist hochdeutschen Alltag eingepflegt werden, wann immer sich Gelegenheit bietet.
Das Fixleintuch, mit dem ich seit der ersten sprachlichen Tuchfühlung fast kindlich anmutende Geborgenheit und Wärme assoziiere, führt die "chline" Liste schon etliche Weilen unangefochten an.
Buchstabengebilde, die ummanteln, aus ihrem jeweils eigenen etymologischen Schatzkästlein erzählen, träumen machen.
Das wiederum haben meine Helvetismen mit innig geliebten Besonderheiten aus anderen Sprachen gemein.
Perlismen möchte ich sie gern nennen - alle zusammen - und ihren jeweiligen Schöpfern dafür danken, dass ihre Verbalstreicheleien mich mit vereintem Zuraunen umhegen, nachts unter der kuscheligen Decke auf dem Fixleintuch genauso wie im manchmal doch recht windigen Alltag.
[Edit:
Perlismen gibt es seit 1997.
Zugegeben nicht viele, aber leider.
Und nun gefällt mir das Wort nicht mehr.
Schatzismen lesen sich wie eine verunfallte Gefährtenverniedlichung.
Verdammi!]
10.12.2005 18 08 mo #2205
Seife brennt nicht, wenn sie mit Glut überschüttet wird.
(Diese Erkenntnis präsentiert Ihnen exclusiv die Forschungsabteilung
von "Chemie heute".)
17.11.2005 16 33 mo #2190
Was kann man fabulieren über die Schweiz? Sie hat keine Fabeltiere; nur Murmeltiere, die im Bau sitzen, den Bau mit roten Kissen und Räucherkerzen veredeln und auf den Frühling warten. Oder auf den grossen Knall. Sie können nichts dafür.
25.10.2005 00 40 mo #2187
Glückwunsch, entecker, übrigens.
Wenn auch verspätet.
Etwas.
15.10.2005 16 06 mo #2185
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