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11.06.2004 18 30 mo #1773

10.06.2004 19 43 mo #1769
Bisher prangten auf der riesigen Werbewand gegenüber des Supermarktes stets hübsche Menschen, Waren anpreisend, die jeder andere mindestens genauso hübsche Mensch dringend ebenfalls haben muss(te), ist er es denn wirklich.
Seit heute leuchtet dort alles schwarz, mit wenig weissen Lettern:
Wir müssen dringend miteinander reden!
- Gott
www.gott.net
Internet hat der imperative Gesprächspartner also auch.
05.06.2004 17 16 mo #1754

Definitionssache
Wer "zu lieb" ist wurde als Kind weniger zu einem selbstständigen selbstbewussten Menschen erzogen als vielmehr zum devoten stubenreinen Vorzeigenachwuchs dressiert.
Schneelos verregnete Bänkchenträume ansonsten, streitunlustigst. Das ist die unkreatief schweigende Hauptsache.
27.05.2004 13 49 mo #1750

Komprimierungsartefakt eines Artefaktes an der Limmat. Mit streitfreundlichen Grüssen gen van.
30.04.2004 16 51 mo #1728
botanica2.jpg
23.04.2004 16 32 mo #1723
17.04.2004 14 48 mo #1712

"Langeweile kristallisiert sich (..) als ein Zeitgefühl, meist ohne dass der Begriff als solcher auftritt. Sie kann sich in Lethargie, Willenlosigkeit oder einer Gleichgültigkeit dem Leben gegenüber ebenso äussern wie in zielloser Aktivität und innerer Unrast. Immer jedoch hängt sie mit der für (..) die Dekadenz typischen Identitätskrise zusammen, die sich in einer allgemeinen Orientierungslosigkeit widerspiegelt und die Figuren in einen Zustand des ,,immer Suchens" und ,,niemals Findens" versetzt. Kann die daraus erwachsene Lebensunruhe durch die Jagd nach Leben kompensiert werden oder befinden sich die Figuren eher in einem circulus vitiosus, aus dem heraus es keinen Ausweg gibt?"
(Klappentext aus: Gabriele Planz, Langeweile. Ein Zeitgefühl in der deutschsprachigen Literatur der Jahrhundertwende)
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