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16.11.2003 12 48 mo #1390
Bei Radio Lora erinnere ich mich an Freiburger (D) Zeiten vor zwanzig Jahren, unter Pseudosubversiven Pflichtprogramm.
Mer chönnet au al(l)emannisch schwätze, hämmr gseit.---
Die unerträgliche Soap mit Weihnachtsliedern vergällt mir allerdings den Sonntagnachmittag, s'isch emol bässr gsi, au dodemols scho sick, sell isch wohr.
Sick Berlin ist auch, bei "unserem" Dönermann zu sitzen, extra für den Schweizer Besuch 10 vor 10 aus 672 Satellitenprogrammen stolz hervorgesucht zu bekommen.
"Lueg!" "Berlin ist schön!" "Nein! In Berlin leben zuviele Deutsche." "Rächt!"

je suis contre moi-même
respectez moi
sinon je vous respecte

(Serner, der nie bei Mehmet saß, dort aber gut hingepasst hätte)

15.11.2003 19 37 mo #1382
sickberlin.png


PNG-8, Diffusion, keine Transparenz, 16 Farben, Dither 100%




09.11.2003 18 40 mo #1372
Van auf Wanderschaft liest das jeweils örtliche Käseblättchen, oftmals nicht im Internet vertreten, wittert umweltdetektivische Schweinereien, verdonnert andere via SMS zu Onlinerecherchen über die weltweit führende Papierfabrik, die ganz sicher nicht ohne Grund in einem verschlafenen Städtchen Oberschwabens ihre Stinkereien in den Herbstnebel pestet, umweltbepreist, den Rechercheur aber endgültig von spannenderer Sonntagsnachmittagsbettlektüre abgelenkt hat, die keine Lobby braucht und hat, möglicherweise aber auf Papier dieser eine starke solche hinter sich wissenden Firma gedruckt ist, womit der Zusammenhang ausnahmsweise mal gewahrt bleibt.

03.11.2003 21 39 mo #1355
fuellis.jpg


Bei Hans Baldung Grien - dies der Ergänzung halber - ging's direkter zu.
Nietzsche schrieb übrigens "Vielleicht ist die Wahrheit ein Weib", in seinem Vorwort zur fröhlichen Wissenschaft.
Goethe "ergänzte" lange vorab wie folgt:
"Die alte Baubo kommt allein;
sie reitet auf einem Mutterschwein.
So Ehre denn, wem Ehre gebührt!"
Ganz sicher keine Ehre ist es für den jeweils Klagenden, eine andere Spezies als die individuell eigene für das persönliche Jammertal verantwortlich zu machen. Es ist auch keine Ehre für den Schreiberling, heisst er jetzt Goethe, Nietzsche oder sonstwie, sich in ellenlangen Sermonen zu ergehen, Totschlagstaten zu begehen, mit dem geschriebenen Wort, so treffend es zwischendurch oder auch sinngemäss sein mag.
"Sprachkürze gibt Denkweite" sagte Jean Paul.
Oder mit Luther:
"Tritt frisch!
Tu´s Maul auf!
Hör bald auf!"

Q.e.d.


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