09.12.2003 22 18 lp #1472
 Es ist naemlich so...
... dass ich das fade Mittelmass nicht ertragen kann, also da, wo es einem eigentlich gut gehen wuerde. Denn wenn da das eigentliche Leben ist, dann ist das eigentliche Leben langweilig. So langweilig wie mein Job. So langweilig wie wahrscheinlich jeder verfluchte Job, ausser Waffenhaendler oder Regisseur.
09.12.2003 21 56 lp #1471
Wer ist denn nu J.H.?
Die Welt schmerzt auch ohne Schuetzenhilfen. Manchmal. Ganz feste, wenn ich Harald Schmidt geguckt habe, diesen Verraeter, dieser Totschlaeger. Geistreich nennt man ihn in der Sueddeutschen? Ich kann nicht recht entscheiden, was da ernst und was ironisch gemeint ist. Beim Lesen des Artikels hatte ich immer mal wieder das Gefuehl, einen verzweifelten Geist hinter den Zeilen zu erblicken, der den Schwachsinn mitmacht, um seinen Job halten zu koennen. Aber vielleicht bin ich das selbst.
09.12.2003 17 02 lp #1469
Die Vergeistigung ist eine ueble Sache, die man so gut wie moeglich vor anderen verbergen sollte. Viele Menschen haben nichts besseres im Sinn, als jeden geaeusserten Gedanken zu toeten, abzuschlachten.
09.12.2003 16 58 lp #1468
Verwirrung kommt doch von der Unsicherheit des wer bin ich und wer das/die andereN. Auch die Suche nach dem Guten, Wahren und Gerechten kann zu allerlei unsinnigen Symptomen fuehren, das Kreisen ueber der Welt. Metasysteme, wenn man sie nicht als solche zu trennen weiss vom eigentlichen Sein, werden mit Bestimmtheit zu einer Quelle aller moeglichen Wirrnisse; Religionen, Ideologien, Theorien, alles wendet sich gegen einen, wenn diese Trennung nicht vollzogen wird, sich Sinnliches und Abstraktes vermengt. Schein und Sein trennen, in einer Zeit, die alles daran setzt, das Sein zu toeten.
08.12.2003 13 48 lp #1456
Es ist nicht so, dass Philosophie, Politik, Kunst oder Arbeit irgendwas bringen wuerden; so zu fragen ist ein Fehler an sich. Da es keinen Sinn gibt, kann man locker-flockig aus den Verlegenheitsgesten, welche die Menschheit so im Verlauf ihrer Geschichte entwickelt hat, auswaehlen.
Es gibt zwar keinen Sinn, wohl aber einen Grund.
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