27.05.2004 12 06 lb #1749
Heute seit langen wiedermal echte, papierene und bebriefmarkte, persönliche Post bekommen. Gibt's das noch? Offensichtlich. Auf dem Couvert oben links steht, mit grünem Filzer geschrieben, Einladung!. Absender ist eine Christa Winzeler, von Hand ergänzt mit -Vontobel. Ich kenn aber keine Christa Winzeler. Eine Christa Vontobel? Eine wage Erinnerung kommt auf... auch, weil mein Vater letzthin erwähnt hat, es habe sich bei ihnen jemand um meine Adresse bemüht... Brief öffnen. Vorahnung bestätigt sich: Titel des Briefes in grosser, blauer, gewellter und schattenwerfender Schrift: Klassenzusammenkunft, dann in Arial der Sekundarschulklassen Walti/ Zehnder 1987 - 1990. 1987 bis 1990. Für mich ja eigentlich nur 1987 bis 1989, bin dann ins Gymi geflüchtet. Macht die Sache aber auch nicht besser. Weiter dann in irgend einer anderen Schrift, Wann, wo, anmelden, ich bringe mit: und so... Besonders gefragt zum Mitbringen: Salat, Dessert und Kaffee: .....Liter. Darf man auch Bier bringen? Zum Schluss noch die Aufforderung, doch bei der nächsten Adress- bzw. Namensänderung dies umgehend zu melden, da jetzt eine aktuelle Adressliste geführt wird. Das wird mir ein Heidenspass, am 4. September.
20.04.2004 15 55 lb #1719
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"Après moi le déluge." (L-XIV)
20.04.2004 01 16 lb #1717
Hab eben die Serie "twenty four" gekuckt, ziemlich schlecht eigentlich, aber auf Englisch und spannend... Die Serie ist so aufgebaut, dass die Handlung, die 24 Stunden dauert, in 24 Serien abgedreht ist. SF DRS zeigt immer am Montag eine Doppelserie, jetzt war Stunde 13 und 14. Die Haupterzählstränge sind ziemlich spannend, wenn auch manchmal ein wenig gar antizipierbar. Der Haupt-Nebenerzählstrang ist besonders blöd: Eine junge Frau, zufällig die Tochter des Super-Helden, der im Moment daran ist, die Welt zu retten, unternimmt eine Odyssee sondergleichen: Zuerst will sie mit ihrem Freund ein Kind von dessen bösen Vater retten, dieser Vater aber stellt sich als sehr hartnäckig und verfolgungssicher heraus, bis er dann im Kampf mit dem Freund stirbt. Dann flüchten die drei mit dem Auto des bösen toten Vaters, werden mitten in der Wildnis von der Polizei angehalten, die im Gepäck-Abteil prompt die Leiche der Frau des bösen toten Vaters (und nun tote Mutter des Kindes) findet. Sie werden natürlich verdächtigt und festgenommen, wobei nur sie flüchten kann. Während sie in der Wildnis umherirrt, wird sie von einem Tiger oder so bedroht (gibt's in L. A. Tiger oder so?), dann tritt sie in die für den Tiger gemeinte Fuss-Fessel-Falle, die sie nicht aufbringt, bis sie von einem Typen gerettet wird. Der aber will nach 5 Minuten was von ihr und sie muss ihn mit einer Flasche niederschlagen. Dann wird sie von einer Autofahrerin mitgenommen und sie kann kurz mit ihrem Vater sprechen, der ihr mitteilt, dass er in 14 Minuten sterben wird, da er die Welt retten muss und ein Flugzeug mit einer Atom-Bombe in die Wüste fliegen muss, die dann eben in 14 Minuten explodiert (Haupterzählstrang).... Er aber überlebt und nächsten Montag geht's weiter....
28.03.2004 14 59 lb #1701
Vor dem Eintritts-Tischchen des G5, eines mässig besuchten Dachstockes in der Aargauer-Meile von Zürich. Stattfinden tut eine Benefiz-Party irgend eines Zürcher Internet-Radios. Der Eintritt wird mit drei Würfeln gewürfelt: Drei Sechsen bedeuten Gratis-Eintritt, sonst bezahlt man die Anzahl angezeigter Würfelaugen. Ich werfe 12, Anja 8.
Ich: Also, 8.
Eintritts-Kassierer (in altertümlicher Uniform gekleidet): Du 12, Sie 8
Ich: beide 8
Eintritts-Kassierer (Kopfschütteln): -
Ich: mehr als 8 bezahl ich nicht
Anja: also, 8 für beide
Eintritts-Kassierer: 12 für beide
Wir: ok.
06.02.2004 22 35 lb #1666
Heute auf der Heimfahrt aus generellem Frust, Ärger über vielerlei und Hunger völlig grundlos einen Billett-Kontrolleur der SBB angeschnauzt. Sollte man nicht tun.
31.01.2004 23 50 lb #1652
Nun auch my day online:
Beginn des Tages. Eigentlich wollt ich ja... im Bett noch sehen, wie Federer die Nummer eins wird und Cuche die Abfahrt gewinnt... und dann extrem viel an meinem Liz arbeiten. Nach verlängertem Frühstück schon seit einigen Minuten am Computer und es klingelt. Überraschungsbesuch meiner Ex. Gibt's was zu reparieren am Velo? Aha, gerade in der Nähe gewesen... Jaja, klar, Kaffee, wollt ich eh auch grad. Ich Ausschau halten? Langezogenes Nein. Kein Du? Nach eineinhalb Stunden meint sie, sie müsse jetzt wieder, der Laden habe jetzt wieder geöffnet, hätte eben noch zu gehabt. Der Laden? Welcher Laden? Warteraum, ich? Ziemlich hungrig scheint sie auch gewesen zu sein, denn der Küche Vorräte sind nun weitgehend nicht mehr. Wieder am Computer zeigt das P2P-Programm einige nigelnagelneue fertig heruntergeladene mp3s. Mal kurz in einige reinhören. Nochmals Kaffee. Dann aber konzentriert weiter machen. Telefon. Überaus komisches Gespräch mit einem Psychiater aus München, der die Daten erhoben hat, die ich in meinem Innenpraktikum vor einem Jahr ausgewertet hab. Kongress in Rotterdam? 150wörtriges Abstract in Englisch? Ja, aber... ich den Resultateteil schreiben? Ja, äh... Haben sie denn den meinerseits verfassten Bericht gelesen? Ja? Aha, mein Name kommt da dann auch drauf, ja dann... Ok, ich schreib mal was und mails dann. Aufwiederhören. Scheissescheissescheisse. Will meinen Namen aber gar nicht drauf. Soll der doch selber... Nach zwei Stunden einige äusserst wacklige Englische Sätze niedergeschrieben und an Andrew zum Korrigieren geschickt. Weiter arbeiten? Duschen und ein wenig relaxen. Flaues Gefühl im Bauch? Nein, doch nicht. Am Liz weiterarbeiten? Nach 10 Minuten aufgegeben. Oder doch? Nein, doch nicht. Strategieänderung: Vorbereiten des Vortrags, den ich nächste Woche halten muss. Gelingt. Nach zwei Stunden ist der zu Faden geschlagen. Noch ein wenig Sax spielen, ein paar Seiten Spillane lesen, halbe Stunde schlafen. Anziehen und raus. Nicht unbedingt zu früh im Meyers, sie aber später. Konversation und Bier und Whiskey. Marthaler mit Riesenzigarre und äusserst schrägen Begleitern betritt das Lokal. Noch eins nehmen? Oder eins weiter? Was für Zeit? 24 Uhr: Ende des Tages.
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