01.01.2002 17 59 lb #79
21.00
Arbeitsbeginn.
21.30
27 Stück Zitronen zu 648 Stück Zitronen verarbeitet.
22.00
Türöffnung.
00.01
2002 ist jetzt.
01.00
Immer noch fast keine Leute. Also: Weiterauchen, trinken, sich unterhalten.
Hinter der Bar macht's Spass.
01.27
Kommen sie noch?
01.38
Ja!
01.58
In Massen.
02.10
Stress jetzt. Noten und Münzen, Drinks, Blicke und Worte wechseln von einer Seite der Bar zur andern.
02.30
Arbeitshypothese verworfen: auch Stadtzürcher trinken Vodka-Redbull.
02.40
Das Team funktioniert: Zusammenarbeiten, indem man sich perfekt aus dem Weg geht. Chaos wird im Keim erstickt. Alles ist und bleibt wo es war. Drohende Engpässe werden präventiv verhindert.
03.20
Dj läuft zur Hochform auf.
Die Masse tanzt, trinkt, raucht, küsst, kifft, isst, lacht, redet, schreit, schweigt, reisst die Augen auf, schliesst sie, lauscht.
Konsumiert.
Lebt.
Heute.
Jetzt.
Alle miteinander.
Jeder allein.
Hirn wird zugedröhnt während Sinne sich öffnen.
Töne dringen in die Seele.
Blicke.
Will sie mich?
Will ich sie?
05.05
Eingeschlossen im Keller. Scheiss Falltür. Rauchen? Unmöglich, da keine Zigaretten im Sack. Aber ein Handy. Telefoniere mich frei.
06.00
Flüssigkeitsnachfrage normalisiert sich. Rauchpause wieder möglich.
07.10
Barbetrieb lässt merklich nach. Erste Aufräumarbeiten. Warum hab ich eigentlich keinen Hunger? Warum bin ich nicht müde?
08.13
Bar definitiv geschlossen. Nun also aufräumen, Harassen tragen, abwischen, ausleeren, Kühlschränke füllen, abwaschen.
08.33
Füsse schmerzen.
09.00
Arbeitsschluss.
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