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18.01.2003 13 23 dab #932

seid ab und zu ein bisschen untergrundig! Television will not be revolutionized.

14.01.2003 22 30 dab #914
Aufruf

schonmal $1000000/h Mehrwert erzeugt? Werdet distributed proofreaders -- freie Texte für freie Bürger. Macht eine Seite pro Tag, als Morgenritual oder so, oder auch nur eine Seite pro Woche. Es ist für die Menschheit!

PS: projekt.gutenberg.de, schäm dich! Namen geklaut, und dann mühsam zerstückelte html-Texte mit Kommerz-Menubar. Wir wollen ein file pro Text, frei propagiert über anonymous ftp Server. Jemand sollte alle deren Texte nehmen und ins echte pg überführen. Heiliger Gensfleisch, man muss sich Klau-Bots schreiben, um an die Texte ranzukommen!

PPS: Oh, und chapeau an gnutenberg hart am Abgrund


13.01.2003 16 01 dab #899
Y: Hellgrau und Kleinschrift sind en vogue oder wie man das nennt. Dein Wort in G*ttes Ohr, geschätztes Y-Chromosom! Kein Kein gif-Geblinke und geFlashe mehr auf unseren websites! Parsbare ascii-Textverarbeitung! Kant-Zitate mit <fraktur>-tags! Mindestens 1cm2 pro Bildschirm, wo man hinkllicken kann, ohne irgendeinem Link zu folgen oder ein Popup auszulösen -- und das Internet kann wieder ein angenehmer Ort werden, wo man tatsächlich Information austauschen kann, ohne multimedial zugespammt zu werden. "The Medium is the Message"? Stirb, Postmodernismus, willst du endlich sterben! Lange genug haben die Webdesigner diesen Quark wörtlich genommen -- "...wenn auf meiner Seite nur genug gemorpht und gescrollt wird, brauch ich ja sonst nichts mehr zu sagen..."

11.01.2003 19 32 dab #893
Ein de -> en Lehnphänomen?

"Entire-Issue-Of-Car-Craft-Reading Dirtball" [theonion.com]


10.01.2003 13 40 dab #885
ich weiss, ich bin ein Mühsamer. Aber da wir eine mir sehr gelegene wortspielerische Richtung eingeschlagen haben, hier ist die in industriellem Stil aus dem projekt.gutenberg.de-Korpus erstellte Ergänzung zur -tzen Liste:

abaetzen (nietzsch wieland)
abcschuetzen (horaz jeanpaul)
abkuertzen (gryphius)
...
eselsfuertzen (gryphius) [wie konnte der vergessengehen! :]
...
zwillichmutzen (beckera)
zwischensaetzen (jeanpaul)
zyperkatzen (nicolai)

[das ist keine doktorarbeit; autoren sind die gutenberg-directorynamen; verstuemmelte woerter sind so wegen der aergerlich inkonsequenten kodierung. wiederholung eines autors ist schlampiges programmieren]


09.01.2003 10 47 dab #878

naja, ich wollte Kompositümmer natürlich ausnehmen. (ist Seelennot : Seenot = Seelenheil : Petri Heil?; cooler entecker-layout-hack-mit-endlos-Wörtern, übrigens...)

Anbei, wir dachten, wir sind cool mit einem SMS-fähigen Weblog? Leider hat uns der Zeitgeist eingeholt. Bald werden wir einen badge plazieren müssen, mobile submission enabled since 2001 oder so; Ihr dachtet also, text-blogs seien die Spitze der Sinnlosigkeit, SMS das Ende der Schriftkultur? Seht die pic-blogs und erschauert!


08.01.2003 13 57 dab #868

Seele

Erinnert oft und empfindsam an See. Die See, womöglich, und Adjektive wie 'ozeanisch' tauchen auf, in unserem Rationalen Ruderboot. Oder wieviele Wörter auf See- kennt ihr sonst? Wulfila wollte den Goten anima verständlich machen, die Bewegerin, oder vielmehr psyche, den kühlen Hauch. Auf jeden Fall etwas, das nach dem Tode bleibt, und seit den Christen gerettet und bestraft werden kann. Und als guter Proto-Jesuit wollte er seine Schäfchen nicht mit Fremdwörtern überrumpeln, sondern schaute sich erstmal im angestammten Wortfundus um. So wie goth nicht etwa mit deus oder gar jhwh zu tun hat, sondern den Guss bezeichnete, oder doch das rituell Begossene, die rührenden Holzgötzen, die man sich wohl vorzustellen hat, für jene Zeit. Und saiwala also? Die Etymologen liessen sich locken, konnte es nicht tatsächlich mit Seen zugehen? War für die alten Germanen der Aufenthaltsort ihrer Toten auf feuchtem Grunde? Man glaubt nicht mehr recht daran. Vielmehr mit Seil soll es eine Beziehung haben. Das im Tode gebundene, vielleicht? Eher sogar das eigenhändig und hoffentlich straff und fest gefesselte ist gemeint. Uralte Steppengräber deuten auf Fesselungen der Toten an ihre Gräber, denn sosehr man die Väter verehrt, zurückkehren als gruslig Untote sollen sie auf keinen Fall. Todesbanden demnach, Mumienwickel und Bann-Fesseln waren gemeint. Für Wulfilas Zwecke aber, war nicht ein Gebundenes dazu geeignet, Erlösung zu empfangen: Christ lag in Todesbanden, aber liess es dabei keineswegs bewenden; und wir Heutige können wohl immer noch die Seele als Gefesselte verstehen - für welche das Erlösungswerk nun Selbstfindungsworkshops und Shrinks auf sich nehmen möchten.

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