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24.12.2002 18 21 bse #806
oh_du_froehliche.mp3
...
Meine Mami fragte mich gerade eben, ob das Fasnachtsmusik sei.
Und mein Papi hört den Schneewalzer im Wohnzimmer.
Es ist doch immer wieder schön, mit der Familie Weihnachten zu feiern.

24.12.2002 17 07 juc #805
Gestern habe ich mit einem 10 jaehrigen Jugendlichen unseres "Strassenkinderprojektes" ueber die Feiertage in der Schweiz geredet. Auf seine Fragen hin, habe ich ihm erklaert, dass bei unseren Kindern in der Schweiz zuerst der Samichlaus kommt und dann am 24igsten das Christkind, welches Geschenke bringt.
Er schaute mir zuerst unglaeubig in die Augen und laechelte dann ueberlegen. "Den Samichlaus gibt es nicht, den hat Coca-Cola erfunden, und das Christkind ist eine Erfindung der Kirche!" Etwas verbluefft ueber seine Abgebruehtheit wusste ich gar nicht was sagen. Meine Unfaehigkeit Worte zu finden, gab ihm Zeit um seine Gedanken weiter zu spinnen: "Aber es gibt den Osterhasen, und ich freue mich jedes Jahr darauf, dass er kommt!"
Nun, in diesem Sinne wuensche ich Euch allen schoene Festtage!

24.12.2002 11 18 pet #804
...von und zu wien. immer wieder eine lektüre wert, auch wenn zu meinem leidwesen explizit keine christnachtpredigt zelebriert wird. das beste behält der alte sack für sich.

24.12.2002 09 11 pet #803
aus dem Film A Clockwork Orange, Stanley Kubrick

aus dem Film "A Clockwork Orange", Stanley Kubrick, 1971

22.12.2002 15 25 bse #799
Schau mir nicht in die Augen. Nein, tus nicht, ich ertrage das heute nicht.

Schmerzen, kennst du die? Ich weiss, du kennst sie. Aber wieso ich? Wieso du?

Tragisch? Nein. Das Leben geht weiter. Das Verständnis für Unverstandenes wird fehlen. Begreifen kann man begriffsloses nicht.

Wenn und Aber haben versagt. Und trotzdem, trotzdem steht trotzig im Raum und hofft auf Auferstehung.

Schau mir nicht in die Augen.


22.12.2002 01 19 mo #798
DEJA VU

Gestern
verlor ich mich
heute
fand ich's wieder
hinter dem Spiegel
verkrochen.

21.12.2002 22 56 pet #797
Presseschau:


(...)Und prompt trifft man an den Tresen der Zürcher In-Klubs allabendlich auf den Schriftsteller Benjamin von Stuckrad-Barre. Der hatte zusammen mit Kollege Christian Kracht in den Berliner Salons als Flaum- und Pflaumendandy posiert - jetzt, wo die Billignummer des Dandys ab der Zeitgeiststange in Deutschland nicht mehr zieht, zog es ihn nach Zürich, den letzten Fleck auf der Erde, wo man noch nicht gemerkt hat, dass die Neunzigerjahre vorbei sind. Man reibt sich verwundert die Augen, stellt seinen Drink hin und murmelt: "Tresen, Tresen, seis gewesen." doch es nützt nichts, der Spuk ist in Zürich noch nicht vorbei: Wacker posiert hier der Dandy (im Exil!) zwischen aufgeregten Szenemädchen. Ein Bild, für das der schöne Titel passt: "Kühe in Halbtrauer".(...)


Stefan Zweifel über Geschmacksfragen im TA-Magazin von heute


(...)"Neulich sass ich in einem Flugzeug neben einer Amerikanerin. Sie sagte: Weil wir frei sind, hasst man uns! Ich antwortete, nein, man hasst uns wegen der Kluft zwischen dem, was wir vorgeben zu sein und dem, was wir wirklich sind.


Jody Williams in einem Porträt von Martin Killian in der Weltwoche vom
19. Dezember


(...)Sie waren überrascht, als sie sich sahen, denn sie erkannten sich, obwohl beide wie abgemacht fast nackt waren - der Hausherr trug eine Schürze und der Besucher Petersilie in den Ohren (...) Ueli Maurer fing sich schnell: "Zur Feier des Tages wollen wir nicht förmlich sein: Sie nennen mich Schlachter, ich Sie Braten."
"Gerne Schlachter! Können Sie mich jetzt demütigen?"
"Freisinniger, Zweisinniger!", schnarrte Ueli Maurer. Er musterte den weissen, weichen Braten mit der goldenen Brille. Ah! Er war devot und gierig wie ein typischer Freisinniger.
"Gib mir mehr!", stöhnte der Braten. -"Weichsinniger! Netter!! Linker!!!" - "Ja! Ja!! Ja!!!"
"Braten! Du willst den Steuerfuss um 5 Prozent senken! Die SVP will ihn um 17 Prozent senken!! Und ich werde dich essen!!!"
Balz Hösli wurde rot. "Vielleicht solltet Ihr zuvor probieren, Schlachter!"
Der Schlachterr Ueli Maurer nickte. "Hast du auch ein starkes Schmerzmittel genommen, Braten?" fragte er fürsorglich, indem er dem FDP-Politiker sanft, aber bestimmt den Penis abband. Er respektierte den Mut des weichsinnigen Fraktionschefs, sich derart in die Küche der SVP zu begeben. "So - und jetzt nehmen wir deinem Penis fünfzig Prozent ab, wie bei den nächsten Wahlen!"
"AAAAAAAAAAAAAAAA!"
Während sie den Penis brieten und abschmeckten (der Braten plädierte für Olivenöl, der Schlachter bestand auf Senf) unterhielten Sie sich fast beiläufig über Politik - wie die kantonale Zürcher SVP ihre FDP-Kollegen aus dem Wahlticket geworfen hatte und wie die FDP zum Dank mit der SVP die Steuern gesenkt hatte.
Dann räusperte sich Ueli Maurer: "So, aber jetzt, du weichsinniger Braten!"
Der Braten fing an zu weinen. Aber er war tapfer: "Als FDP-Chef wünsche ich guten Appetit!", sagte er ritterlich. "AAAAAAAA!"
Ueli Maurer stach erneut zu und begann zu arbeiten. er war in Eile. Für den Abend hatten sich Gerold Bührer und Hans-Rudolf Merz angemeldet.


Martha Monster über Neues vom Kannibalen in der WoZ vom 19.Dezember



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