04.04.2002 19 13 dab #473

ars
fugit
.
[was die letzten paar Leute sahen, die
bei mir
auf die Uhr guckten (
grâtîs
nzz).]
03.04.2002 18 51 plu #470

Diese Gif-Animation entstand während meiner Arbeit. Die Zeitspanne zwischen den Bildern beträgt 10 Verknüpfungen.
03.04.2002 00 49 lb #469
Ich bin ja so kompliziert. Ich bin durchaus im Stande, einen an und für sich ganz simplen Sachverhalt so kompliziert zu erklären, dass mein Gegenüber zwar das Gefühl hat, ich sei wahnsinnig kompetent, nicht aber im Geringsten verstanden hat, was ich ihm erklären wollte. Nicht zu sprechen von komplexen Zusammenhängen. Letzthin wollte ich, und das sollte nun wirklich keine Kunst sein, jemandem die Offside-Regel im Fussball erklären. Es ist also so, begann ich, dass ein Verteidiger oder auch ein Mittelfeldspieler einen Pass in die Spitze schlägt. Eigentlich ein gelungener Anfang, denke ich mir, dann aber durchfährt mich der Gedanke, dass es gar keine Rolle spielt, ob ein Verteidiger, Mittelfeldspieler oder aber eben auch ein Stürmer einen Pass schlägt und zusätzlich bin ich mir plötzlich nicht sicher, ob mein Gegenüber den Satz "einen Pass in die Spitze schlagen" überhaupt versteht. Also fahre ich weiter: Es spielt natürlich keine Rolle, wer den Ball zu einem Mitspieler spielt, das Entscheidende ist nur die momentane relative Position des Spielers, der den Ball annimmt oder besser: für den der Pass bestimmt ist, denn ob der Pass ankommt oder nicht, spielt im Prinzip überhaupt keine Rolle, er muss den Ball also gar nicht annehmen, Hauptsache ist die Abgabe des Balles in Richtung eines Spielers, und eben natürlich die relative Position des potentiellen ballannehmenden Spielers. Gemeint ist die relative Position zu den Gegenspielern. Steht der potentielle Ballannehmende nämlich im Moment der Ballabgabe, wobei bei der Ballabgabe klar ersichtlich sein muss, dass die entscheidende Person auch angespielt werden sollte, hinter dem letzten Mann der Gegenmannschaft, also zwischen dem hintersten Verteidiger und dem Torhüter der Gegenmannschaft, dann hebt der Linienrichter die Flagge, worauf der Hauptschiedsrichter seine Bauchmuskulatur spielen lässt und so die Pfeife zum singen bringt, was sofort zu Protesten auf dem Spielfeld führt, denn bei diesen Entscheiden geht es um Zentimeter, wobei natürlich nur die Mannschaft protestiert, die dann mit einem Freistoss bestraft wird, was bedeutet, dass die andere Mannschaft den Freistoss ausführen darf. Zu Protesten führt selbstverständlich gar nicht der verhängte Freistoss, der ist nämlich völlig ungefährlich weil sich Offside-Freistösse immer in der Platzhälfte des Teams ereignen, das dann auch den Freistoss ausführen darf, (wobei man wissen muss, dass mit der Platzhälfte eines Team die Seite gemeint ist, auf der sich der Torwart befindet) sondern die von der Pfeife des Schiedsrichters verhinderte Torchance. Denn wäre der Pass nicht abgepfiffen worden, hätte der Stürmer alleine auf das gegnerische Tor laufen und ein Tor machen können. Und dann hätte nämlich Servette gestern gegen den FC Basel in der 85. Minute den Ausgleich geschossen und GC hätte nur noch drei Punkte Rückstand. Aber diese blinde Nuss von einem Schiedsrichter... Lieber Herr Alain de Botton, stellen Sie sich nun vor, ich hätte das Positionsoffside erklären müssen! Ein unvorstellbares Wirrwarr wäre da rausgekommen. Können Sie, der Sie ja ein Spezialist im einfachen Darstellen von komplizierten Sachverhalten sind, mir helfen?
Zweites eMail an Alain de Botton
02.04.2002 19 36 dab #468
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