entecker
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31.03.2002 17 06 lb (über SMS) #458
schnellzug chur-zürich: echter appenzeller bärli-biber: klebt im mund. panettoncino: gut. linzertorte: nicht erhältlich. prominente mitfahrer: keine.
31.03.2002 15 55 dab #457
 zh.gif
31.03.2002 15 33 dab #456
 auf Weltreise
Nicht direkt mit dem Füdli auf dem Leintuch umenand,
aber mit dem laptop auf dem Satellitenbild.
schaut mal
hier, die Nasa hat die ganze Erde in
Halbe-Minute-Auflösung abgebildet. Nur braucht es
perverse Ressourcen,
die Bilder anzugucken (2.7G tiff unkomprimiert). Ich kämpfe noch. Aber
ich habe sie mit convert -crop
[Webmastäär! <tt> tags!] zerstückelt und
mit einem Scriptli kann ich jetzt in beliebige Gegenden reinzoomen:
<tt>
dab@ulqos:/archiv/terra$ ./auschnitt.pl 39 73 350 350
</tt>
-- richtig, 39 und 73 sind die Koordinaten; was ihr hier
seht, ist der Himalaya
irgendwo
zwischen
Pakistan, China,
Kirgisistan
und Tadschikistan. (ein pixel ist
eine halbe Minute und damit ca. ein km; wenn ich auf
die ch zoome, hat Zürich bestimmt 10 pixel Durchmesser.
Bitte recht freundlich). Ja, das Fernweh. Vielleicht nehmen
mich die Nordisten nach Island mit, aber sonst sitze ich
erstmal fest.
PS:
Mersday 8 Astron 7466
Ring bearers are honoured on the fields of Cormallen, 1419.
30.03.2002 22 20 van #455
Die chirat-Gurke zum Thema "Fressen und Gefressenwerden"
30.03.2002 12 06 dab #454
In Erlangen, vor zwei Wochen. Nachdem die beiden
Professoren gegangen sind, doch noch raus aus dem
Kaiser Wilhelm in den irischen Pub (oder die
Pub? klingt etwa so korrekt wie der Modem oder
chocolatl in the original aztec) gegenüber
(wie kommen die Umläute so?). Eigentlich Landesverrat,
denn Erlangen liegt in Bayern. Das hatte ich vorher
nicht gewusst, und das, obwohl Erlangen kürzlich Tausend
geworden ist, und ich erinnere mich schon, dass ich
da bayrische Prominenz zwischen zwei Blutbädern durch
die Nachrichten flimmern gesehen habe. Aber nicht
registriert. Und wer kennt sich schon aus mit deutschen
Ländern? Auf jeden Fall also mit bereits ein paar
kaiserlich-wilhelminischen Weizenbier intus in diesen
Pub, um doch noch etwas Guinness zwischen die Zähne
zu bekommen. Raphael der belgische Hethitologe, oder
sollte ich das fiktionalisieren? Was ist, wenn die Leute
sich plötzlich auf entecker wiederergooglen? Zumal
das Ranking dank dem klandestinen Link von der /september/
Seite so unverhältnismässig hoch ist? Wirke ich zerstreut?
["fiktionalisieren" erinnert mich an den Nachspann des
Hollywoodstreifens über den Nürnberger Prozess, in welch
ersteren ich gestern reingezappt habe: "some events
have been fictionalized for dramatic purposes" --
wahrscheinlich der jüdisch-amerikanische Offizier, der
Göring berührt konfrontieren darf. Und Göring, der sich
den Übersetzerknopf ans Ohr drückt, obwohl er wahrscheinlich
Amerikanisch mit badguy-Akzent spricht, und in der
Synchronisation halt doch wieder Deutsch.]
- Ich bitte darum,
wieder ansetzen zu dürfen (der Literat freute sich): Raphael
der belgische Hethitologe also
unterhielt sich über Keilschriftorthographie, während
Sascha aus Petersburg mir seine neuesten Etymologien
auf Bierdeckeln erhellte. Ich schaffte es, "at : la"
mit herausforderndem Grinsen auf Raphaels Deckel zu
kritzeln, weil ich noch wusste, dass diese beiden Zeichen sich
nur um ein winziges Keilchen unterscheiden oder oft eben auch
nicht, und drei Spezialisten beugten sich über die
Bierdeckel-Palimpseste in der Bemühung, die genaue Form
ihrem Gedächtnis wiederabzugewinnen...
29.03.2002 21 37 jf #453
am montag geht (..) fliegt mein flugzeug ab. in 5 stunden aus
einer welt in die andere. wo man ein anderer mensch ist, oder
zu sein scheint. früher ist man in 5 stunden von zürich nach
genf gekommen, heute von zürich nach dakar. eben von ei-
ner welt in die andere. neben mir ein schweizer tourist oder
geschäftsmann oder ein islamischer imam oder rucksack-
tourist, oder die senegalesische, dicke ehefrau, die durch
ihre 100 kilo und 5 lagen stoff andeutet, dass es ihr an nichts
mangelt. ihr ehemann verdient genug, und wenn sie glück
hat, ist sie sogar seine femme préférée. je nachdem, wie-
viele frauen er hat. der gettoblaster ist dabei, parfum, ein
neues handy und vielleicht ein paar quengelnde kinder, alle
schick angezogen. wenn der afrikaner fliegt, ist sonntag.
da müssen die besten kleider her - vor allem, wenn er heimfliegt und die 20-köpfige familie am flughafen steht. wir dagegen begnügen uns mit jeans und t-shirt. was dann meine
freunde unten nicht verstehen. dafür gibt's bei der airfrance
vegi-, koschi-, meat- und islamfood - je nach brauch. ich
als überzeugter atheist werde 4 portionen zusammenmischen, um es allen recht zu machen. habe heute den ganzen
tag im netz songs runtergeladen und eine komplette CD mit
120 mp3's gefüllt - das gastgeschenk des 21. jahrhunderts,
vor allem in einem land, wo 56K ein uhuere schpeed sind.
mainstream - von celinedionmariahcareywithneyhouston -
oder wie heisst sie gleich noch ? bis zu youssou n'dour.
wünscht mir bitte keine schöne zeit, dann wird sie sowieso
verschissen. aberglaube ist alles. und - alles gute an arafat.
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