29.12.2001 12 06 plu #76
![motel[1].jpg](http://www.entecker.ch/uploads/motel%5B1%5D.jpg)
28.12.2001 11 37 plu #75
26.12.2001 22 52 van #73
Kochzeit 12-14min
Peider Filli in einem Tram wo Liste 9 draufsteht
bei abgedeckter Pfanne
Zitro-Thym, Orange-Minz, Hagenb., Fruchtschalen, Müesli
mit Butter in vorgewärmter Platte
Luki: Schau mal nach draussen!
Schneesturm.
25.12.2001 17 37 van #72
Kuckucksei. Erkenntnis, dass der an sich triviale Unterschied zwischen Verstehen und Nichtverstehen eines Filmes eine unüberwindliche Grenze markieren kann. Erkenntnis, dass das Ja zu einer neuen Heimat mit einem Nein zur alten Heimat erkauft ist. Erkenntnis, dass das Knüpfwerk eines einzigen Jahres die alten Seile und Ketten - wohl zuvor schon morsch und faul - vollends zerfallen lassen hat. Als Fremder unter Fremden. Wie sprechen? Was sagen? Wer sein?
22.12.2001 16 12 nik #69
Mein Zimmer lag im zweiten Stock eines Hauses, dessen Fassade eben neu gestrichen worden war. Das Treppenhaus befand sich immer noch in Renovation. Es gab kein Licht und überall lagen Baubretter herum. Ich habe jedoch nie einen Handwerker gesehen. Mein Zimmer war direkt über das Treppenhaus zu erreichen. Es war ein kleines Zimmer; ein Bett, ein Schrank, eine Kommode und ein Waschbecken, darunter stand ein Eimer. Eine zweite Tür führte in die angrenzende Wohnung. Über der Kommode hing ein runder Spiegel. Ich konnte mich, wenn ich im Bett lag und zur Seite schaute, im Spiegel betrachten. Ich tat dies jedoch nicht oft. Wenn es dazu gekommen ist, dass ich mich im Spiegel betrachtete, saß ich auf der Bettkante, aber auch in diesem Fall war es weniger ein aktives Betrachten sondern eine Zwangsläufigkeit, da mein Blick in Richtung Spiegel gerichtet war. Vor dem Spiegel auf der Kommode waren meine Bücher, mein Wecker, mein Fotoapparat und ein Wasserkrug, der immer voll war. Das Zimmer hatte einen Balkon.
Die Rua dos Mouros war nicht länger als zweihundert Meter und fiel leicht ab. Sie war gerade breit genug, dass ein Fußgänger und ein Auto kreuzen konnten. Im oberen Teil, dort wo ich wohnte, waren die Fassaden der Häuser alle frisch gestrichen worden und die Balkone waren, so schien es, mehr Schmuck als zusätzlicher Wohnraum. Ich habe auch nur selten jemanden auf dem Balkon gesehen. Im unteren Teil waren die Hauseingänge bedeutend niedriger, die Balkone größer und die Fassaden blätterten ab. Einige Balkone waren mit Pflanzen verstellt, andere dienten den Frauen um ihre Wäsche zu trocknen.
Ich saß in einer Bar, die Wände waren Blau, der Fernseher lief – Inspektor Rex, der deutsche Schäferhund, verfolgte eine Drogendealerin, welche als Glaceverkäuferin getarnt, Heroin verkaufte. "Das hast du gut gemacht Rex!" Eine dicke Frau schaute gelangweilt zu. Als ein Mann die Bar betrat ging sie mit ihm hinaus. Einen Augenblick später kamen sie wieder herein und schauten nun beide auf den Fernseher.
Ich bestellte einen Kaffee, danach nahm ich meine Zigaretten aus meiner Brusttasche, suchte nach dem Feuerzeug und als ich es gefunden hatte, nahm ich eine Zigaretten aus der Schachtel, legte sie auf den Tisch und das Feuerzeug daneben. Daraufhin legte ich ein Stück Würfelzucker auf den Löffel und liess ihn vorsichtig in den Kaffe gleiten. Ich wollte zuschauen, wie er die braune Flüssigkeit aufsog. Nicht, dass mich das interessiert hätte, ich tat dies nur um vom Fernseher abgelenkt zu werden.
20.12.2001 17 04 plu #68
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