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07.09.2013 22 10 pet #2910
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07.09.2013 22 10 pet #2909
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06.09.2013 16 17 nik #2903
Carlos

23.08.2013 17 16 pet #2902
Der Moment in dem ich hier schreibe verdampft die Gefühle meines bisherigen Lebens auf eine kleine Aussage über die bisherige Existenz. Grössenteils war das Leben ein grosser Krampf. Von Freiheit habe ich stets geträumt, habe sie selten gelebt. Jetzt, in diesem beschränkten Moment spüre ich die Möglichkeit der Freiheit als fernes Zischen einer stampfenden Dampfmaschine. Ich stelle mir vor, dass die Freiheit subversiv ist. Das Gefühl von Freiheit wird zugunsten irgendwelcher Gefühle von Sicherheit geopfert. Dass ich nicht in Musenalp-Express-Manier verfalle braucht es einen harten Schlag in die Eier. Damit ich erwache. Das Schicksal einer Existenz ist, entweder zu scheitern oder aufzugehen in dieser kleinen Welt. In dieser kleinkarierten Welt aufzugehen bedeutet gewissermassen Anpassung. Alles andere fällt aus dem Rahmen. Klar hört meine Freiheit dort auf, wo eine andere beginnt. In dieser Kompromisswelt darf es keine Grösse geben. Nur Mittelmass ist erlaubt. Die vegetarische Charcuterieverkäuferin nickt zustimmend und bietet dem kleinen Buben mit gequältem Gesicht ein Wurstrad an. Sie verkauft Fleisch, dass sie selber nicht isst. Und fühlt sich als Verräterin an ihrem Ideal. Und trotzdem macht sie es. Sie fühlt sich gezwungen. Heteronomie, die sich als Autonomie verkauft, ist der Terror unserer Gesellschaft. Die täglichen Terrorattacken spüre ich schon gar nicht mehr. Ich spüre nur, dass ich die vegetarische Charcuterieverkäuferin befreien möchte. Auf der Suche der Gefangenen bin ich wiederum auf einer Dating-Plattform gelandet und habe sie mit strahlendem Lächeln und einem aparten Profil schlussendlich gefunden. Sie war voller Zwang. Die Freiheit hat sie sich zwar auf die Fahne geschrieben, verkauft aber immer noch Wurst. Meinem Versuch sie davon zu überzeugen entweder Fleisch zu essen oder dann Gärtnerin zu werden, widersetzte sie sich. Sie wollte lieber den Widerspruch leben. Und so habe ich sie gebeten, mir mit dem Fleischermesser die Haare zu stutzen. Sie tat es ohne Widerspruch.

10.08.2013 01 54 pet #2901
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10.08.2013 01 53 pet #2899
Der Wind weht, wo er will. Der Geist ebenfalls. Was ist eigentlich der Geist. Ist der Geist die Fähigkeit des Menschen über das unmittelbare Objekt hinauszudenken? Dann wäre das ja ein steuerbarer Wind. Nein, der Geist hat etwas vom Menschen Losgelöstes. Am ehesten vergleichbar mit einem Wesen, das seine eigene Wege geht. Lauter philosophische Fragestellungen kommen mir in den Sinn an diesem schönen Freitagabend im August. Ich bin offenbar noch nicht reif heute Abend, den Geist am Zipfel zu packen. Er entschwindet mir, so wie er gekommen ist. Eben, der Geist, weht wo er will. Der Geist selber hat ein Wesen, das dem Menschen nur annähernd einleuchtet. Weil wir eben so in der Natur verhaftet sind. Je mehr naturwissenschaftlich gedacht wird, sollte man meinen, desto weniger Geist gibt es. Die Freiheit geht da manchmal verloren. Weil wir an der Empirie haften bleiben. Doch wenn alles deterministisch erklär- und begründbar ist, wohin dann noch mit der Freiheit der Wahl? Die Freiheit der Wahl ist im goldenen Käfig des Verstandes und der Logik die Vegetarierin hinter dem Charcuterie-Tresen. So stelle ich mir sie vor, die Freiheit! Eine etwas traurige Vorstellung.

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