entecker
 
 
laufend   379 378 377 376 375 374 373 372 371 370 369   beginn
 

entecker

start
kontakt
 

autoren

ah
bis
dab
eto
juc
lb
lp
mo
nik
pet
plu
ps
van
 

archiv

Oktober
 
2013:
September
August
Juni
Januar
 
2012:
Juli
März
Februar
 
2011:
August
Juli
März
 
2010:
Oktober
August
Juli
April
März
Februar
 
2009:
Dezember
November
August
Juli
Juni
April
März
Februar
 
2008:
November
Oktober
September
Juli
Juni
März
Januar
 
2007:
Dezember
November
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
 
2006:
Dezember
November
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
 
2005:
Dezember
November
September
August
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
 
2004:
Dezember
November
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
 
2003:
Dezember
November
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
 
2002:
Dezember
November
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
 
2001:
Dezember
November
Oktober
 
 
 
09.07.2013 01 53 pet #2869
Beim nächtlichen Nicht-Schlafen-Können ist das Schreiben ein netter Zeitvertreib. Unterbrochen vom Lesen von Online-Zeitungsportalen als Zerstreuung, schreibt man sich die hängengebliebenen Worte vom Leib, kotzt die Sätze aus und überlässt sich dem Narzismus, der Obesession oder der Erotomanie. Das sind dann die Nachwehen eines Magazininterviews. Es gibt keine schönere Beschäftigung als kotzen. Wortkotzen. Ich weiss nicht, weshalb es so weit mit meiner Sprache gekommen ist, dass ich sie nur noch Rückwärtsessen kann. Sprache hat doch was mit Geist zu tun. Aber nein. Bulimische Fingerübungen verderben und vertreiben den Geist aus der Sprache. Gibt es Sprachheilanstalten für Erwachsene? Sind das gar die Psychiatrien. Ja - die sind es. In der psychiatrischen Klinik werden jene eingeliefert, die den Code/Courrant Normale missachten. Geisteskrankheit, die sich mit einem Duktus der Normalität bemäntelt ist das Zeug, aus dem Populismus gemacht wird. Gerne wünscht man sich die Populisten im Irrenhaus, aber leider sind die Irrenhäuser voll mit jenen, die daran leiden, dass alles nicht so ist, wie sie es sich wünschen. Mit jenen also, die leiden. Letzthin habe ich in einem Fernsehbeitrag ein Statement eines Chefarztes einer psychiatrischen Klinik gesehen. Er machte auf mich nicht einen sonderlich fitten Eindruck. Aber das sind ja auch nur Menschen, die Chefärzte. Es flacht ab. Als seltsames Tier ist der Mensch immer irgendwie ein Risikowesen. Das Risiko nur noch zu kotzen ist ein grosses. Bulimische Wortfresskotzerei, der stille Verächter jeglicher Wortkost, der übergewichtige Wortfresser und die bemitleidenswerte politisch korrekte Wortvegetarierin. Man und frau ist was gegessen wird und gekotzt wird. Dass dabei der Geist verloren ging finde ich in Stunden der Wortklauberei etwas traurig. So richtige Worte gibt es nicht mehr, sie finden nur noch gefiltert Zugang zu unserem Geist, wenn es ihn überhaupt noch gibt. Aber ich denke der Geist wird nicht so schnell totzukriegen zu sein. Nur haben sich, wie man beziehungstechnisch so schön sagen könnte, Geist und Wort auseinandergelebt. Bilder kitten das zusammen. Zum Glück gibt es sie, die Bilder. Ich träume immer in Bildern. Die Abgründe über denen ich in meinen Träumen schwebe würden ganze Musenalp-Express-Zeitschriften füllen. Gibt es eigentlich noch den Musenalp-Express?

09.07.2013 01 50 pet #2897
In der Annahme, dass die Kreativität eigenen Gesetzen folgt, vermute ich ein Einknicken allen Mutes bei der Betrachtung eines blöckenden Schafes.

24.06.2013 22 12 mis #2898
Das Gehirn im Bauch




Wenn framan (Mann/Frau) Klänge fühlt, spürt.

Framan sieht Schmerz.
Framan hört Gefühle,
fühlt das Gesehene,
sieht Strukturen.
Framan denkt mit dem Körper,
steuert Emotionen,
steuert die Wahrnehmung mit dem Empfinden.

Ich sehe Gefühle als Strukturen, so ist meine Umwelt, die Sinne, mein Wahrgenommenes Leben.

22.06.2013 15 29 pet #2896
Sie nennen sich nach Blumen, nach Zahlen dazu und präsentieren sich von der besten Seite. Kaum Zeit hinter die Fassade zu blicken. Das Fliessen der Köpfe, die kurzen, prägnanten Botschaften, das erzeugen von Illusionen. Und dann die Statistik. Es gibt nichts abscheulicheres als Dating-Plattformen und gerade deshalb bediene ich mir derselben, auf der Suche nach dem Glück, das auf einer Nadelspitze Platz findet. Ungeahnte Möglichkeiten des Verlustes von Identität tun sich auf. Ich konstruiere mich selber als Ware und werfe mich der Frauenwelt vor die Füsse. Und umgekehrt. Am sympathischsten sind mir immer noch die Elmex-Zähne der bildlosen Profile. Sie halten die Illusion aufrecht, dass auch eine künstliche Intelligenz hinter dem Ganzen stecken könnte. Heute treffe ich mein erstes Date. Nachdem ich zwei Wochen lang das neu eingelöste Profil ruhen liess, hat mich heute der Chat eingeholt. Mein erstes Date ist eine Kolchosebäuerin aus dem fernen Osten. Sie reist heute in der ausgemusterten Concorde nach Zürich und landet auf dem Sechseläutenplatz. Kartoffeln und Schnaps bringt sie mit und ich werde sie mit Girlanden von Börsenseiten von gestern empfangen und ihr den Hof mit einer Milchkuh machen. Dann werden wir die Bahnhofstrasse begehen und ich werde ihr einen Diamanten aus Schokolade um den Finger giessen. Wir werden uns in den Katakomben der Hippster über Agrarwirtschaft unterhalten und dann zum Schlafen in die subalterne Manufaktur eines grossen Finanzinstitutes auf Schnippsel des grossen Aktenvernichters legen. Und natürlich so Sex haben, dass es niemanden stört. Im Gegenteil. Sie, die Geister der abwesenden Büromitarbeiter werden uns befeuern im Unterfangen, uns zu gefallen und zu reizen. Ja, ungefähr so wird es sein. Am Morgen werde ich sie zu ihrem Raumschiff zurückbringen und die Zündstufe 1 auslösen und sie in den Orbit bringen. Zum Asteroiden FG53C. Dieser Asteoroide zeichnet sich durch seinen gasförmigen Kern aus, der jederzeit die feste Hülle des Himmelskörpers durchbrechen kann. Auf der Oberfläche dieses Ungetüms gibt es übrigens auch Kartoffeläcker und die Liebelei mit der Kolchosebäuerin im finsteren Zürich führt dazu, dass sie ein Monster gebären wird. Die Datingplattform versprach Sternenstaub und es wird Kometen vom Himmel regnen. Pünktlich zum Zürifäscht. Ich werde in einem Zivilschutzraum darauf warten, bis das Monster gross geworden ist und mich retten wird. Die Kolchosebäuerin wird in einer Zeitreise Karl Marxens Kinnhaare zwirbeln, die Laute spielen und ein Hilfswerk gründen, wenn sie nach der Entbindung zurück auf der Erde landet. Am Fallschirm. Auf die Zukunft!

22.06.2013 11 42 pet #2753
Ich meine, er ist sehr schön der Sommer. Die grüne Vegetation und die aufreizenden Mädels in feinen Stoffen. Irgendwas aber bricht ins post-adoleszente Leben ein, das mich verkrampft. Ich beobachte seit einiger Zeit leicht irritiert alle diese verdammten Frösche, die über die Strasse hüpfen. Ich muss aufpassen, dass ich keinen zertrample in meinem Schreiten durch dieses Leben am Anfang des zweiten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends. Sie alle kamen in die Stadt um frei zu sein. Sie wachen und schlafen unter freiem Himmel, verkriechen sich zwar manchmal unterm Laub, sind wahrscheinlich eben doch Laubfrösche und quaken so aufdringlich in meinem Kopf, dass es nicht zum aushalten ist.
Nun gut. Wenn es nur die Frösche wären, von denen ich nicht ganz sicher bin, ob ich sie nur halluziniere. Können eigentlich Laubfrösche quaken? Nein - ganz bestimmt - es ist verdammt viel komplizierter. Ein Aaglattismus beherrscht mein Gestirn. Rund und glänzend überstrahlt er meinen Frühlingstraum von bunten Laubfröschen mit dem Blabla von schönen Frauen. Es ist wie wenn ich Erich Fromm als meinen neuen Guru wählen würde. Bostich, Staubsauger, Qualifikationsraster und alles mit Cementit verklebt ergibt mein Schicksal als Erdenbürger unter der Bedingung, dass ich mich als polierte, aaglatte Ratte durchs Leben mogle, immer auf der Suche nach leckeren Froschschenkeln. Ja, ich weiss, ich bin in meiner Beschreibung eventuell nicht sehr zutreffend. Vielleicht habe ich mich nicht deutlich genug elaboriert. Du liebe Leserin, lieber Leser, wenn doch nicht alles so einfach wäre.

andere

the selvedge yard
ligne claire
mosaikum
passe.par.tout
rezensionen.ch
social fairy dust
une fille du limmatquai
maxim biller
 
rauf
laufend   379 378 377 376 375 374 373 372 371 370 369   beginn