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12.10.2010 22 26 van #2858
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delusion

05.10.2010 23 45 pet #2837
Das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden misslingt mir regelmässig. Das Unwesentliche ist das Detail. Detailliert auszuführen, um was es mir geht, das gelingt mir. Dabei das Wesentliche nicht zu vergessen ist die Kunst, die ich nicht beherrsche. Aber wer kann schon vom Wesen der Dinge berichten. Überall liegt Verwesung in der Luft. Was gewesen die Mode, was zerlesen die Literatur, was verwesen die toten Hunde! Tote Hunde bellen und beissen nicht mehr. Wenn das Wesentliche das ist, was übrig bleibt, muss es duftende Heublume gewesen sein. Ich erinnere mich daran, als Kind die Gülle ausgetragen zu haben.

05.10.2010 23 41 pet #2853
Es war ein steiler Abhang vor unserem Haus. Ich schnitt das Gras und liess es an der Sonne trocknen. Nach zwei Tagen trug ich es zusammen und verstaute es auf der Heubühne, im selbst errichteten Holzhaus. Futter für die Kaninchen im Winter. Lumpi und Gumpi oder wie sie auch hiessen. Es war ihr Kot, den ich in einem grauen Plastikfass zu Gülle werden liess, und nach dem Heuen mit einem Kessel auf den Hang schüttete. Als Dünger gedacht. Schon damals war mir klar, dass ich die Hasen eines Tages schlachten musste, denn es wurden immer mehr. Ein Kaninchen ist mir zuvorgekommen und an Überfutterung gestorben. Ich habe es unter einem Busch vergraben und ein Kreuz hingestellt. Die Nachkommen von Lumpi und Gumpi fielen in der Folge dem Schiessbolzen des Bauern zum Opfer. Ich habe die Felle aufbewahrt und hatte so eine bleibende Erinnerung. Weshalb ich diese Geschichte erzähle? Das richtige Leben im Falschen gibt es nicht. Sehr viele Details kommen mir immer in den Sinn, aber das Ganze ist zerstört. Der Duft der Heublume ist überlagert vom Duft des Kotes der Kreatur, die diese Heublumen verspiesen hat. Kultur ist morbide.

19.09.2010 13 35 JJ #2856
Heiniger hatte getan, was von ihm verlangt wurde. Es war als Bub zur Welt gekommen, hatte nie geweint, kannte als Indianer keinen Schmerz und absolvierte Pfadi und Turnverein wie seine Schulen. Weil das Gymi dem familiären Anspruch entsprach, schaffte er seine Matur und da der Vater darauf was hielt, studierte er Rechtswissenschaften in St. Gallen. Er war ein Dr. jur. HSG, international vernetzwerkelt, bestens ins OBNW integriert und auch im Militär hatte er es bis zum Oberst geschafft. Kurz: jede mittelständische Bank riss sich um ihn und dann war da Erika, dünn, lapprig, willfährig und heiratswillig. Sie passte zu ihm und er passte zu ihr. Jedenfalls sahen das die beiden Familien damals so. Heirat, Kind, Haus, zweites Kind, Eintritt in die Anwaltskanzlei von Matt, Albstatt und Partner... - es sah für alle andern wirklich gut aus.

(kontextlos)

14.09.2010 22 27 van #2855
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coming home

26.08.2010 21 22 ps #2851
Der letzte Sommertag. Ich trinke Pastis auf dem Balkon. Der Tisch steht falsch. Hektisch stelle ich den ganzen Balkon um. Ja doch, besser so. Wird mir nächstes Jahr gefallen. Es ist schon dunkel, früh. In der Symmetrie des Jahres wäre jetzt der 15. April, da könnte es auch schneien. Die Grille zirpt, wie jedesmal in den warmen Tagen in diesem Sommer. Letztes Jahr war sie noch nicht da, oder ich habe sie nicht bemerkt. Heute wollte ich mein Velo zum Garantieservice bringen. Man hat es nicht angenommen, aber es hat einen Termin bekommen. Ich werde es nächste Woche hinbringen. Am gleichen Abend darf ich es wieder holen. Das Velo murrt, weil ich ihm den Service schon lange versprochen habe, aber mit etwas Zureden wird es gehen. Ich werde mich erkundigen, ob sich ein Wechsel der Reifen lohnen würde. Schon beim ersten Frost könnte dieser feine Gummi zur Gefahr werden. Noch habe ich ein paar Wochen. Vielleicht wird dieser Winter besser, wenn ich ein weiches Sofa nordischen Typs kaufe. Die Mauersegler sind längst über das Mittelmeer, und auch die Alpensegler sind nun weg. Hätte ich keinen Kalender, könnte ich mich nach diesen Tieren richten. Kommen: 1. April. Gehen: 25. August. Das Wetter ist ihnen egal, sie haben ihren Plan. In der Symmetrie des Jahres werde ich genau 7 Monate und 20 Tage warten, bis die Tage wieder so lange sind wie heute, und besonders lange ist das nicht. 15. April, wer sagt, dass dann kein Schnee liegt. Ich werde diesen Winter in den Süden fliegen. Fuck you Klimaschützer.

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