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20.04.2009 08 32 nik #2755
19.04.2009 17 27 van #2754
 Lass uns mal versuchen ... ok, geht für den Moment wieder!
10.04.2009 00 41 van #2752
... dr Corrado Cattani und i...
08.04.2009 14 02 nik #2751
Text geht, Bild nicht. Urs?
27.03.2009 19 35 run #2750
Ah ja, meine kleine Wochenendkolumne.
Noch vor nicht allzu langer Zeit habe ich folgenden Satz vernommen. Nebenbei, da war, wie Sie sich vorstellen können, eine ganzen Anhäufung von solcherlei Sätzen. Eine Satzzusammenrottung.
Zitat:
"Mensch und Technik in Übereinstimmung."
Was ist an jenem Titel der eine Huldigung von Mensch und Technik einleitet falsch? Nun, dass kommt darauf an, aus welcher Perspektive wir ihn lesen. Ihn zu verstehen, dass ist ein anderes Kapitel. An diesem Satze ist nichts falsch und an diesem Satz ist alles falsch. Er ist Verkehrung.
Warum?
Zum ersten, ist die Technik hier wohlgemerkt als technisches Ding, dass so oder so zu verwenden wäre angesprochen? Welche Technik? Die Technik? Was ist die Technik? Ich fasse mich heute kurz. Die Technik, nicht als dieses oder jenes Ding ist das, was die Technik im wesentlichen ausmacht. Das Wesen der Technik.
Was soll das sein? Das Wesen der Technik?
Die Technik (techne) ist eine Weise wie Wahrheit (aletheia) entborgen wird. Die Technik entbirgt Wahrheit um sie verfügbar, nutzbar zu machen. Daran ist nichts falsch, nichts richtig, es ist so. Die Technik ist eine Weise des entbergens, ihr Zweck die Verfügbarkeitsmachung. Sie stellt das Entborgene auf seinen Nutzen hin. Um mit Heidegger zu sprechen, das Wesen der Technik ist das Ge-stell.. Das Gestellte wird zum Bestand. Bestand wird bestellt.
Mensch und Technik in Übereinstimmung?
Also gut, gehen wir zum Ding. Wir unterstellen dem Verfasser etwas weniger Weitblick.
Das technische Ding, das Gebrauchsding im weitesten Sinne das Zeug, ist ein Vorhandenes. Ist es in der gleichen Weise vorhanden wie der Mensch? Kurze Antwort: Nein. Nicht, weil es beispielsweise aus Holz ist und der Mensch nicht, sondern weil das so Vorhandene keine Welt hat. Zeug ist weltlos. Auch ist es unsinnig zu behaupten, es gäbe keinen wesentlichen Unterschied, da ja beides Materie sei. Das so Vorhandene bleibt weltlos. Weder weiss der Bleistift auf dem Tisch etwas vom Tisch, noch etwas vom Menschen in dessen Offenbarkeit er steht, als zuhandenes.
Die Technik als solche, als das Wesentliche, als das was Technik ausmacht, ebenso jedoch in anderer Hinsicht, dass technische Ding ist etwas vom menschliche Dasein verschiedenes. Wie kann es also sein, dass diese "Dinge" in Übereinstimmung sein können? Weder das Wesen der Technik noch das Vorhandene Ding sind in irgendeiner Weise in so etwas wie Übereinstimmung mit dem Dasein des Menschen. Ist dem so? Wir haben noch nicht vom Wesen des Menschen gesprochen.
Ist denn der Mensch in einer Weise da, die jener der Technik irgendwie entsprechen könnte? Der Mensch bedient sich der Technik. Natürlich. Aber bedient sich nicht die Technik auch des Menschen? Ist der Mensch nicht bereits an die "Technik" ausgeliefert? Wenn wir von der Herrschaft des Wesens der Technik, also des Ge-stells sprechen möchten, wirft Satz der Übereinstimmung ein anderes Licht.
Was heisst das, Übereinstimmung? Das wir eingestimmt sind? Gestimmt wovon, gestimmt worauf? Auf die Übereinstimmung mit der Technik. Mensch und Technik sollen gestimmt sein um gemeinsam den grössten Nutzen zu erbringen. Tatsächlich ist im besagten Artikel von "optimaler Ausnutzung" die Rede. Niemand wird sich daran stören. Man hat sich daran gewöhnt. Man gewöhnt sich ja an allerlei dieser Tage.
Der Mensch steht hier also unzweifelbar neben der Technik als Bestand, gleich Technik mit der er eine glückvolle Übereinstimmung gefunden hat. Zumindest ist es keine Identität.
Mir bleibt den Beitrag zu schliessen, denn er ist wieder viel zu lange geworden, mit dem Hinweis darauf, dass solche Sätze vor allem eines sind. Sie sind bezeichnender Weise gedankenlos. Man hat viel gerechnet und nichts dabei gedacht.
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