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21.03.2009 11 48 run #2749
Was nun heisst Mensch? Was ist Mensch? Zeigt die Frage zum Was nicht an das es sich um eine Sache handelt? Ist der Mensch abgestiegen zur Sache, zum Ding? Wie muss die Frage gestellt werden um des Menschen willen, ohne eine notwendig aus der Was-Frage heraufziehende Ethik zu bemühen?

Der Mensch ist in einer bestimmten Weise. Eine Weise die sich von anderem Seienden abhebt. Der Mensch hat mehr als nur eine Umwelt. Er ist in solcher Art heimatlos, dass er sich eine Welt schaffen muss und kann. Mit anderen Worten, er ist weltbildend.

Der Mensch unterscheidet sich demnach, zuerst und zu anderem nicht dadurch was er ist, sondern wie er ist. Die Frage muss heissen: Wie ist der Mensch? Das heisst, wir reden nicht irgendeiner Idee, Idealisierung oder Ideologie das Wort. Wir lassen zur Sage kommen, was ist und das heisst hier, wie es ist. Wir sprechen vom Wesen des Menschen.

In welcher Weise ist der Mensch in der Welt? Er ist so, dass er aus dem Abgrund der Heimatlosigkeit Welt schafft. Was meint hier "Welt"? Welt bedeutet Welt als Bedeutungszusammenhang von Dingen. Der Mensch versteht Welt, weil die Welt seine Welt ist.

Wer ist "der Mensch"?

"Der Mensch" ist die Möglichkeit des "Mensch-seins". "Mensch-sein" heisst allem voran da zu sein. Wo? In der Zeit. Irgendeiner Zeit? Nein. In seiner Zeit. Darum Dasein. Jemeiniges Dasein ist darum Da-sein als Wer. Dieses Wer hat einen Namen. Das sind Sie und ich und unser Nachbar Friederich. Gott hab ihn selig.

Warum Heimatlosigkeit? Heimatlosigkeit besagt, grundsätzlich in die Offenheit des Seins ragend und fragend was es auf sich hat und keinen befragen zu können als sich selbst. Zurückgeworfen auf sich selbst als wandelndes Fragezeichen. Der Mensch ist darum auch ein Zeichen und als solches Zeichen gezeichnet in der Weise des Fragenden und des Fragens.

Wie kommt es das der Hans fragen kann? Zum einen weil er in der Offenheit steht und zum anderen, weil er mit dem Fragen offenbar einer Antwort bedarf, also zugibt das sich hinsichtlich seines Daseins offene Fragen ergeben. Eine Frage die ihn bereits über den Durchschnitt der Menschheit hinsichtlich des Fragens trägt. Denn er, der durchschnittlich-antropologische Mensch weiss ja schon alles und ist daher fraglos. Zu Fragen aber ist an sich eine recht sichere Möglichkeit überhaupt ins Denken zu gelangen.

Wir halten an dieser Stelle kurz inne und besinnen uns darauf, dass nicht die Philosophie wissenschaftlich ist, sondern die Wissenschaften jeweils Philosophien als Auslegungen der prima philosophia, der ersten Philosophie und somit des Denkens ist. Leider wird das gerade in unserem Zeitalter gerne verdrängt. Wissenschaft denkt nicht, sie rechnet, daher auch das geflügelte Wort der "Universität als Hort der Dummheit". An sich sehr gescheite Menschen werden an solchen Orten abgerichtet um später einen Nutzen für die Gesellschaft abzusondern.

Vielleicht folgt eine Fortsetzung. Wir werden sehen.

Wünsche ein erholsames Wochenende

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