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23.03.2007 10 04 nik #2570
sbb.png

Zum Vergleich: Von Zürich nach Bern dauert die schnellste Verbindung 58 Minuten.

20.03.2007 15 35 JJ #2569
Er klopfte mir auf die Schulter
und ich ihm.
Das machten wir so lange, bis wir wussten, warum.

- BW

19.03.2007 21 26 van #2568
Ich habe letzte Woche gelacht, als folgendes passierte. Unser Praktikant kam von der Toilette, setzte sich, und sagte: "Du, in der Toilette wäscht sich gerade einer die Füsse." Ich schaute ihn an und versuchte mir die Szene bildhaft vorzustellen. Etagenklo in einer Grossfirma, drei Lavabos nebeneinander, an einem davon steht einer und wäscht seine Füsse. Ich sagte: "Echt?" "Ja!" "Nun ja, wieso nicht?" Wir mussten beide lachen, so richtig lachen. Der andere Bürokollege warf ein: "Das ist doch bestimmt der, der auf dem Klo wohnt." Damit meinte er einen Mitarbeiter eines anderen Stockwerkes, der sich öfters längere Zeit auf unserem Klo aufhält, offensichtlich zum Zwecke der unauffälligen Arbeitsvermeidung. "Stimmt", sagte ich, "wie sieht er denn aus, so ein Dicker mit Glatze?" "Nein nein, eher schlank, und er hat so einen langen Bart." Jetzt wurde mir klar, dass es keinen Grund zu lachen gab. Sich über andere Kulturen lustig machen ist scheisse.

19.03.2007 16 41 JJ #2567
Bleibt es als (Gage empfangende) Erscheinung nicht eh eine Entsprechung des Publikums? So dann aber gerne der wache Blick darauf: über TV und Barth direkt ins passende Publikum.

Was ist mit den Briten?

19.03.2007 14 52 nik #2566
Das österreichische Duo Stermann & Grissemann gibt im Interview mit der TAZ Bedenkliches was die deutsche Comedy-Szene betrifft, zu Protokoll:

Grissemann: Mir stellt sich immer wieder die Frage, warum es keine rechten Komiker gibt - wenn die rechte Szene so groß ist. Das ist ein Phänomen.

Stermann: Obwohl, nehmen wir Jörg Haider und Heinz-Christian Strache bei ihren Reden - die Leute lachen in einer Tour. Die haben Gagschreiber, das ist eine Art rechtes Kabarett. Sie sind auch ganz gut - wenn man da Namen austauscht, könnten die Witze als Comedy durchgehen.

Grissemann: Aber dennoch gibt es keinen ausgewiesenen rechten Kabarettisten.

Stermann: Ich behaupte ja, dass es das in Deutschland längst gibt. Comedy ist in Wahrheit total rechts. Mario Barth ist - wenn überhaupt politisch - dann rechts. So etwas hat nichts mit Aufklärung zu tun oder Solidarität. Da geht es um Ausgrenzung, darum, sich selbst zu überhöhen und andere niederzumachen. Die Comedians nehmen selbst für sich in Anspruch, "Normalität" zu repräsentieren, und "Normalität" ist immer rechts. Männer sind so, Frauen können nicht Auto fahren - so haben unsere Eltern geredet.
(>>>)

Zum Glück sind in der Schweiz Comedians wie Mario Barth noch nicht angekommen oder - wie im Falle des unsäglichen "Trio Eden" - schon wieder verschwunden. Stattdessen hält sich hier zu Lande eine andere Gilde deutlich länger als in Deutschland; die etwas ältere, linke und politisch korrekte Satirefraktion, personifiziert durch Giaccobbo oder Keiser. Die ätzendste Version und zugleich direkte Nachfahren von Giaccobbo und Co. sind Ursus & Nadeschkin, die mit ihrem infantilen Humor schwer zu ertragende humorige Lieblichkeit produzieren. Wie man in diesen Kreisen tickt, zeigt das ziemlich erfolgreiche und an linker Spiessigkeit kaum zu übertreffende Buch von Ursus Wehrli Kunst aufräumen.
Natürlich ist der Vergleich mit der US-amerikanischen Comedianszene ungerecht. Hier eine Hand voll Kleinkünstler, die überhaupt keine Infrastruktur vorfinden, was die Publizität ihrer Kunst betrifft, und drüben, Metropolen mit einer lebendigen Stand-Up-Szene, Festivals, eigene Fernsehkanäle, und natürlich eine Tradition dieser Form der Unterhaltung.
Late Night Shows: Bei Harald Schmidt hat es mal funktioniert, aber sonst? - Bei CBS läuft täglich die wunderbare "Late Late Show" mit Craig Ferguson. Ferguson, der eigentlich aus Schottland stammt, ist anspruchslos was seine Witze betrifft, jeder Gag zählt, auch wenn er noch so schlecht ist. Was Ferguson ausmacht, ist sein unschlagbares Timing. Dieses ist unglaublich präzis und mit einer meisterhaften Mimik verbunden, da wird auch der schlechteste Witz lustig. Auch beherrscht Ferguson den Running Gag, wie sonst keiner.
Zu erwähnen ist auch Demetri Martin, den man am ehesten von seinen Auftritten in Jon Stewarts "Daily Show" kennt: trendspotting und Martins Homepage.
Mit Stewart, Martin und dem zweiten Spin Off aus der Daily Show, "The Colbert Report", landet man unweigerlich beim 'Dachverband' der US-amerikanischen Comedy-Szene, bei Comedy Central. Der Erfolg des Fernsehsenders Comedy Central kam 1997 mit "South Park". Am 15. Januar lancierte Comedy Central auch in Deutschland einen Kanal, doch leider sind die Sendungen oft sehr schlecht synchronisiert und die wenigen selbst produzierten Formate sind durch deutsche Comedians vom Schlage Mario Barths besetzt.
In den USA war Dave Chapelle, ebenfalls Comedy Central, eine ziemlich grosse Nummer. Der Stern von Chapelle stieg allerdings für den Künstler selbst etwas zu schnell, so dass die Chappelle Show seit 2006 pausiert.
Unbedingt zu erwähnen ist Deon Cole, noch nicht sehr bekannt, d.h. noch ohne eigene Show, jedoch mit einem super charmanten Stil: Deon Cole

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