kino:film:gesehen: songs from the second floor
Er schrieb Gedichte und wurde wahnsinnig, schreit Vater auf Besuch seines Sohnes im Irrenhaus, bis ihn zwei Krankenpfleger abführen.
Der Vater, selber nicht weit vom Wahnsinn entfernt, legt seine Möbelhandelsfirma in Schutt und Asche. Hofft, dass die Versicherung zahlt. Jetzt arbeitslos versucht er sich als Kruzifixverkäufer, denn Jesus wird 2000.
Darf man lachen? Es bleibt einem nichts anderes übrig. Muss man den Film ernst nehmen? Es bleibt einem nichts anderes übrig.
Selig ist, wer sich hinsetzt.
Die Menschen sind Himmelschor, die Börsenkurse fallen. Autos blockieren sich selber, Heerscharen sich selbst bestrafende Schwarzgewandtete demonstrieren gegen die Konjunktur. Der heute hundertjährige General (emeritiert) und Oberbefehlshaber (ehemalig) schreit Heil Hitler.
Roy Andersen hat ein Gedicht verfilmt.
Selig ist, wer Schweiss und Blut schwitzt.
Die Wirtschaftsfakultät trifft sich mit Ziel: Prognosen für die zukünftige und Massnahmen gegen die momentane Wirtschaftslage. Nach acht Stunden ist klar: es müssen Opfer erbracht werden.
Sein Film gratwandert nicht zwischen komisch und ernstgemeint, absurd und real. Er ist immer beides. Seine Figuren sind weder tot noch lebendig, weder lebendig noch tot.
Er schrieb Gedichte und wurde wahnsinnig.
Die Wirtschaftsfakultät hat alle Bücher gelesen. Das Mädchen nicht. Die Wirtschaftsfakultät weiss, was man nicht tun soll. Das Mädchen nicht. Die Wirtschaftsfakultät weiss, was man tun soll. Das Mädchen nicht. Die Eltern leiden stolz.