Your love is like a chunk of gold
Hard to get and hard to hold
Like a rose that's soft to touch
Love has thorns, they hurt so much
Oh why, why
Must the same love made me laugh make me cry ?
Well, you think of love as sitting on a mountain
You think of it being a great big rock
Won't you think before you start rolling down
Because once you start, you can't make a stop
I've given all that I've got to give
And if you don't want me, I don't want to live
So why, why
Must the same love made me laugh make me cry ?
Must the same love made me laugh make me cry ?
Must the same love made me laugh make me cry ?
Same Love That Makes Me Laugh (Makes Me Cry), Bill Withers
Auf der gegenüber liegenden Seite der Strassenbrücke windet sich ein zusammengekrümmtes Etwas im Rinnstein vor der Ampel. Wieder einer, der dieser hoch frequentierten Strasse egal ist, denke ich - auf meinem Weg durch's Dunkel.
Beim Näherkommen beschleicht mich ein diffuses Gefühl von Unwirklichkeit; da seelt nichts.
Nur das Wasser unter der Brücke plätschert, sendet nächtliche Botschaften für die, die den Kanal abonniert haben.
Jeden Tag ein Foto von meinem Leben ins Leben des Menschen, der mir so wichtig ist, hatte ich mir vorgenommen, fest versprochen.
Soll ich diesen Haufen ablichten, dieses eventuelle Elend, nicht eher helfen?
Zehn Minuten noch bis Arbeitsbeginn.
Ich gehe hin.
Es ist ein mit Jute abgedeckter, angewinkelter Strassenbelagsschuttbatzen.
Gekonnt, denke ich bei mir. Erleichtert.
Der Tod kommt nicht um diese Uhrzeit an diese hoch frequentierte Strasse.
Und dann lief ein riesiger Fuchs gemächlich über vier Asphaltspuren von einer auf die andere Seite, ans Wasser.
Keins der vielen Autos bremste.
Ich hielt die Luft an und mir wurde klar, dass der Tod andere Zeugen braucht.
Gestern: Ich stehe in der Schlange. Vor und hinter mir Menschen mit ihren defekten Macs. Ich mit einem ipod-shuffle der den Geist aufgegeben hat. Sie fiel mir auf. Missmutiges Gesicht, Powerbook unter dem Arm. Lasse mir vom Techniker bestätigen, dass mein shuffle Elektroschrott ist.
Heute: Mein neu gekauftes Ersatzgerät tut seinen Dienst nur unzureichend. Sie holt ihr Teil wieder ab. Sie ist nicht mehr missmutig. Sie fordert mich auf, es doch selber zu machen. Zu trommeln oder so. Sie hat recht.
It's a sad but beautiful world sechs Uhr morgens in Frauenfeld
Es ist ziemlich warm für die Jahres- und Uhrzeit. Noch keine Dämmerung, nur ein feiner Nebelschleier, der das Ende der Nacht anzeigt. Ein zu lauter Vogel und das leise Surren des Bahnhofs; Rorschach Regio, Winterthur Regio. Ich sitze auf einer Bank. Eine Bank weiter sitzt eine ältere Frau. Es kommt eine zweite Frau, geht an mir vorbei und setzt sich neben die Frau Nr. 1. Diese steht augenblicklich auf, läuft zu mir hinüber und setzt sich. Ich schaue sie an; sie trägt eine rote Karohose, eine graugelbtürkise Sportjacke. Vom Werbeplakat für die Lehre bei der SBB grinst eine unheimliche Mangafigur und frohlockt in einer Sprechblase: "Join the team!"