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26.04.2005 17 05 nik #2117
Die formende Kraft der Läuse
Breaking-News bei der Tierwelt
26.04.2005 17 00 nik #2116
Joschka Fischer wird Scheinheiliger
Titelt die taz heute
26.04.2005 09 08 mo #2115
Die Kantonspolizei unter Denkmalschutz
(Headline bei der NZZ, heute)
22.04.2005 23 59 van #2114
Heute hat man zum ersten Mal versucht, mich zu phishen. Oder jedenfalls hat zum ersten Mal mein Mailprogramm ein solches Mail nicht als Spam erkannt. Ziemlich gut gemacht, momoll. In professionell formulierten Worten versucht man mir klarzumachen, dass mein eBay Konto ablaufe, wenn ich nicht auf eine bestimmte Seite gehe, wo ich einzuloggen habe. Ergänzend der möglicherweise ironisch gemeinte Hinweis If you received this notice and you are not the authorized account holder, please be aware that it is in violation of eBay policy to represent oneself as another eBay user. Such action may also be in violation of local, national, and/or international law. Es scheinen jedenfalls Profis am Werk zu sein. Ich frage mich nur, wie es passieren konnte, dass das Elaborat zum Titel hat Your Records Must Updated. Ein empfindlicher Makel im Blendwerk. Wie wenn der routinierte Fälscher sein Meisterwerk der Nachahmung mit "Van Ghog" unterschreiben würde. Vermutlich haben die Drahtzieher den Versand der elektronischen Falle einer professionellen Spamfirma überlassen, deren Handwerksregel lautet: Falsch geschriebenes Subject = überlisteter Spamfilter. Wie müssen sich die Auftraggeber geärgert haben.
20.04.2005 08 48 run #2112
Ausschnitt aus meinem letzten Artikel:
...ein Moralkodex ist ein durch einen Konsens gebildetes, entmündigtes persönliches Gewissen. Es soll eine Sicherheit geben, wo das Vertrauen fehlt. Dadurch ist es bereits ausgehebelt und wirkt fortan als Scheinvertrauen mit dem eine Bestrafung einhergehen muss, so es seine Wirkung behalten soll. Ein Moralkodex ist somit ein Mittel der Machtausübung und hat natürlicherweise nicht das geringste mit dem als subjektiv geltenden Gewissen zu tun, welches auf Vertrauen bauen muss und den moralisch mündigen, sich selbst vertrauenden Menschen voraussetzt. Ein Moralkodex ist damit ebenfalls eine Bankrotterklärung an die Adresse des einzelnen Menschen , an seine Empfindung und an seine Vernunft. Nun wissen wir doch, wofür wir gehalten werden. Ein Moralkodex unterwandert also nicht nur das persönliche moralische empfinden, sondern noch schlimmer, das Vertrauen auf die Richtigkeit der selbstgefassten Entscheidung. Eine Anleitung zur Unmündigkeit, ein subtiler "Realitycheck". Ein Auswuchs solchen tuns, ist die "political correctness", welche uns allerlei Heuchelei abfordert...
19.04.2005 14 54 poz #2113
a little shit of nina
18.04.2005 16 27 san #2111
Der Termin für's Sechseläuten...
Anmerkung der Redaktion: Früher stand hier ein Link zu den Terminregeln für das Sechseläuten. Der Link war nicht mehr gültig, und die damals beschriebenen Regeln gelten heute auch nicht mehr. Es habe zu viele Ausnahmen gegeben, daher werde der Termin nun jährlich vom Stadtrat festgelegt. Wir danken dem Webmaster des Sechseläutens, der uns auf diesen Umstand aufmerksam gemacht hat.
9.1.2008
18.04.2005 16 20 dh #2110
informed schlemmerei · teufels küche
Ich würde gern einige Leute zum Essen einladen. Aber ich trau mich nicht. Ich hatte mir ausgedacht, mal was besonderes zu kochen und zu servieren: Dhal mit Parapinsha, Shir mit hellem und geröstetem Curry, dazu den leicht lila Reis, der zuerst etwas muffig schmeckt. Als Nachtisch will ich saure Mangos mit Salz, Papayastreifen und curd and honey servieren.
Für die meisten ist das sicher eine Grenzverletzung ? ist das das gleiche wie eine Grenzerweiterung? Sie wissen ja gar nicht genau, wovon hier die Rede ist. Können sie deshalb meiner Einladung nicht konsensuell zustimmen? Erfahren also Gewalt, wenn sie kommen und nun den versprochenen ?Frass? vorgesetzt bekommen?
Ich kann nur sagen: informieren! Dhal sind rote Linsen in Kokosmilch und Curry. Parapinsha ist ein Gewürzblatt, wächst an hohen Bäumen und schmeckt wie ? ? Shir ist ein etwa 50 cm grosser Salzwasserfisch mit nur einer klaren Mittelgräte. Er wird auch in Kokosmilch und mit Curry gekocht (ca. 3 ? 5 Minuten bei kleiner Flamme). Auch hier kommt Parapinsha dazu (7 ? 10 kleine Blätter). Curry ist ja eine Gewürzmischung. Ich meine aber das ganz helle (nicht das gelbe indische) einerseits und dann das ganz braunschwarze, welches geröstet ist. Saure Mangos sind kleiner als Birnen, nicht faserig, grell-grün, haben aber auch den flachen Mittelkern. Man isst sie in Streifen aus ihrer Schale und tunkt sie in rohes Meersalz. Sie nehmen die Schärfe des Hauptmals weg und erfrischen. Danach isst man Papaya, um alles zu neutralisieren. Papayas sind zum Teil gross wie Melonen. Wachsen an Bäumen. Die schwarzen Kerne mit ihrem weichen Fruchtfleisch drumrum entfernt man vorher mit einem Teelöffel. Zum Abschluss noch was frisches, säuerliches-süsses: Naturjoghurt mit Honig.
Habe ich meine potentiellen Gäste nun ausreichend informiert, um auf ihre Einwilligung hoffen zu dürfen? Ist der Pflicht zum »informed consent« Genüge getan, wenn sie kommen?
Werdet mein Gäste, probiert, kostet (Termin und Ort demnächst)! Lasst stehen, was Euch unbekömmlich erscheint und konzentriert euch auf das, was ihr mögend entdeckt. Probieren aber müsst ihr schon, dazu lade ich euch ja ein: zum Erweitern eurer Geschmacksgrenzen. Denn ich kann nicht vorher erklären, wie es euch schmecken wird ? nicht einmal ob überhaupt.
Ich verspreche euch, dass ich mit dem Curry, das ja immer unterschiedlich viel oder wenig Chili enthält, sparsam sein werde. Also mild gekocht wird ? zum Kennenlernen. Ich will ja, dass ihr euch einlassen könnt. Aber ich halte einige schärfere Sossen bereit, zum Probieren für die, die sich trauen und vertrauen haben, dass ich sie nicht vergiften will. Und wer es dann immer noch nicht mag, dem mache ich ein Spiegelei. Bitte schlingt nicht rein, was euch nicht schmeckt ? nur aus Gastfreundschaft.
Was wäre, wenn ich einfach Leute zum Essen einlade und sie nun mit diesem Mahl überrasche? Weil ich weiss, dass sie das nicht kennen werden und ich ihnen etwas Besonderes, eine neue Erfahrung zumal, vermitteln will? Ich bin mir sicher, dass das ihren Erfahrungshorizont erweitern wird. Einige werden lernen, dass sie das nicht mögen wollen oder können. Bleibt ehrlich, esst nicht allein aus Höflichkeit, was euch zuwider ist. Okay. Reicht das als »informed consent«, wenn ihr dann kommt ? ihr wisst ja, bei mir muß man auch mit ungewöhnlichen Sachen und Situationen rechnen.
Andere aber werden nach der nächsten Einladung bei mir gieren, wenn ich wieder ein »rice and curry« zu kochen verspreche. Oder einfach nur sage, diesmal wird?s tunesisch werden, kommst du? Diesmal sogar, ohne vorher zu verraten, was das im Detail sein wird. Aber auf jeden Fall eine neue Variante meiner Kochkünste. Ich liebe scharfe Sachen ? und auch ganz mild-kühle. Schon mal Tomatensosse mit Kreuzkümmel probiert? Überraschungen eben. Versprochen,
von MaD (unpublished)
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