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18.10.2004 22 08 bs #1929
Im übrigen ist Fox nicht menschenverachtend etc. sondern hat einfach eine klare Linie. Er flip-flopt nicht, sozusagen...

18.10.2004 21 19 bs #1928
Er ist in der Tat sehr reisserisch, dieser Dok-Film, ist aber dadurch in seiner Wirkung ziemlich effektiv (nicht nur Inhalt, sondern auch Form schlagen aufs Gemüt), finde ich. - Ähnlich wie die Produktionen von Michael Moore, wobei dieser stärker auf die Emotionen zielt.

Fasziniert hat mich der Einblick in die Art und Weise wie Fox bei der Wahrheitsproduktion (immerhin wird der transportierte Inhalt von einem Grossteil der Konsumenten als solche verstanden) vorgeht. Wie Fakten, beispielsweise nackte Zahlen, durch konsequent gewichtete Interpretation einen anderen Informationsgehalt erhalten, bis schliesslich die Wahrheit according to Fox-News entsteht oder so.... resp. wie schaffe ich es, mittels absolut belangloser Fragen mit einem TV-Interview, das notabene als hard-fact-Geschichte und nicht als Boulevard verkauft wird, eine Kriegsgurgel kaffekränzchentauglich zu machen?

Eine etwas entspanntere Variante zum Thema ist dieser Film.


18.10.2004 15 29 nik #1927
musicpicks3-1.jpg
Heut im El Lokal:
Giant Sand (hier im Bild Sänger Howe Gelb). Kost 40.- Sfr. sagt man mir- Ich sage: Es lohnt!

18.10.2004 15 19 nik #1926
Ich habe total vergessen, dass ich diese Dok auch gesehen habe. Der gestrige Sonntag war wirklich ein dokumentarischer Overkill. Ich muss allerdings anfügen, dass mich die Dok über den amerikanischen Nachrichtensender besonders verstörte. Nicht wegen seiner Aussage, die war sowieso klar und eindeutig: Fox ist der verlängerte Arm der Administration Bush - Nein, nicht deswegen, sondern wegen seiner Machart. Die Sendung wurde vom US-Amerikaner Robert Greenwald offenbar für den amerikanischen TV-Markt produziert: Er ist brutal schnell geschnitten, die Interviewpartner kommen allerhöchstens 10-15 Sekunden zu Wort, interviewt werden nur solche, die etwas gegen den Sender vorbringen können, um die Anfechtungen gegen den Sender zu verdetulichen werden bestimmte Aussagen der Moderatoren in einem hysterischen Videoclip aneinander geschnitten. Der Film bedient sich also der selben propagandistischen Methoden wie der Sender den er kritisiert, allerdings mit der richtigen Gesinnung. Man kann dies als Subversion oder so bezeichnen. Ich hätte es angenehm gefunden, wenn mir in einer entspannteren Art und Weise gesagt worden wäre, dass Fox böse, gemein, propagandistisch, menschenverachtend und auch sonst total scheisse ist.

18.10.2004 14 00 bs #1925
Diese Sendung habe ich leider nicht gesehen. Trotzdem finde ich diesen Satz aus dem Programmhinweis:

Andererseits fand es der "Stern"-Reporter Kai Hermann 1974 in einer Homestory schwer, Hanns-Martin Schleyer "nicht spontan sympathisch zu finden": Er leugne nicht, beschönige nicht, entschuldige nicht: "Er hat ein ungebrochenes Verhältnis zu seiner Vergangenheit".

bemerkenswert.

Gesehen habe ich dagegen diese Sendung und mich gefragt, was die Ideen dieses Mannes in Bezug auf die übergeordnete Thematik dieser Doku für eine Bedeutung haben.

Ich vermute auch, dass dieser Mann, natürlich ahnungslos, ein Opfer dieses Mannes geworden ist.

18.10.2004 11 55 nik #1924
Auf die Gefahr hin als politisch unzurechnungsfähig und hochgradig ignorant taxiert zu werden, muss ich gestehen, dass dieser Mann in dieser Sendung neben all den verkorkst-drahtigen RAFlern sich recht symphatisch ausnahm. Allerdings war es das eigentliche Thema dieser Doku, dass jede Dokumentation ein bisschen schwindeln muss und sie nie Abbild der Wirklichkeit sein kann. Wenn also Hanns-Martin Schleyer als bescheidener und bodenständiger Kerl beschrieben wird, der sich in einer Mietskaserne ("meine Absteige") einnistet und abends in die Kneipe geht, um mit dem einfachen, d.h. nichtsogutverdienenden Volk ein Bier zu trinken, dann ist das zunächst eine Geschichte aus mindestens dritter Hand, die ein gewisses Bild vermittelt. Dieses Bild ist dann Teil eines grösseren Bildes, das die angesprochene Sendung vermitteln will. Und schon ist alles kompliziert.

Allerdings gab es da noch diese Dokumentation über den Pianisten Herbie Hancock, anhand derer ich mich wieder mit der Gattung TV-Dokumentation versöhnen konnte. Der Vorteil ist narürlich, dass man einem Pianisten beim Spielen die Hände filmen kann, während man einen Philosophen nicht gut beim Denken beobachten kann. Schönste Sezene dieses Films: Hancock cruised als älterer Herr mit dem Auto,ein schnittiges Cabriolet, dass er sich vom Geld seines ersten Plattenvertrags erstanden hat, durch eine sonnendurchflutete Hügellandschaft irgendwo in Kalifornien.
Zweitbeste Szene: Hancock (p) und Shorter(ss) klimpern zuhause an einem ebenso sonnendurchfluteten Sonntagnachmittag bisschen rum.

18.10.2004 11 24 bs #1923
hmschleyer.gif

14.10.2004 21 59 bs #1922
hellmut karasek neulich am späteren abend bei johannes b. kerner (JBK) zwischen campino und moritz bleibtreu sitzend: "sprache ist heimat"



14.10.2004 21 23 bs #1917
Wäre ich "DiscJockey", würde ich ein "Set" (so nennt man das wohl im Jargon) aus folgenden Musikstücken zusammenstellen: (in Klammer jeweils der Titel der Langspielplatte, auf der sich das betreffende Stück befindet)

a tribe called quest - da booty (the love movement)
arvo pärt - für alina (alina)
autechre - foil (amber)
blumfeld - die diktatur der angepassten (testament der angst)
bonnie 'prince' billy - wolf among wolves (master & everyone)
einstürzende neubauten - 1/2 mensch (1/2 mensch)
fugazi - merchandise (repeater)
j. s. bach - variaton nr.1 (goldberg variationen/glenn gould)
kelis - trick me (tasty)
krs one - underground (kristyles)
linton kwesi johnson - want fi goh rave (forces of victory)
monolake - gobi/the desert (gobi/the desert)
mums the word - my xbox rules/the touch (people keep movin')
nas - represent (illmatic)
new age steppers - some love (foundation steppers)
nils petter molvaer - on stream (khmer)
pixies - is she weird (bossanova)
radical dance faction - borderline (borderline cases)
robbie williams - feel (escapology)
rockers hi-fi - paths of life (mish mash)
sonic youth - youth against fascism (dirty)
steel pulse - soldiers (handsworth revolution)
styro 2000 - a1 (cookie)
sylvia juncosa - one in three (one thing)
talib kweli - broken glass (the beautiful struggle)
the clash - jimmy jazz (london calling)
the rapture - sister saviour/dfa rmx (echoes)
the roots - pussy galore (phrenology)
the young gods - pas mal (l'eau rouge)





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