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07.09.2004 23 48 plu #1866

07.09.2004 20 49 run #1872

Zeit ist Dauer ohne Sinnlichkeit.


Ich habe das Copyright auf diesen Satz. Wer ihn weiterverwenden will, kann diesen und noch viele andere gegen eine Schutzgebühr bei mir kaufen.

07.09.2004 14 47 lk #1871
und fluechten in ihre Haeuser.

Sie fluechten aus ihren Haeusern, sobald es dunkel wird. Ich nehme meine Reismatte und lege sie vors Haus. Taxis hupen vorbei, Kinder, die vorher gerade noch vor dem Fernseher gesessen und sich Secrets de la famille-Soaps angesehen haben, laufen lachend auf die Strasse und setzen sich zu uns, um 23.00 notabene. Es ist angenehm kuehl geworden, um die 23-25 Grad, der Wind kommt vom Meer her, es ist nur einen Kilometer Luftlinie weg. Wir nehmen das Teegeschirr raus und fangen mit der Zeremonie der 3 Tees an - der erste fuer die Maenner, der zweite fuer die Frauen, der dritte fuer die Kinder. Es wird uebers Tagesgeschehen diskutiert, ueber die USA, ueber den Irak, ueber die Anschlaege in Russland. Ein buntes Gemisch aus Wolof, Franzoesisch und Deutsch schallt ueber die Strasse. Neben uns sind die naechsten rausgekommen, die ganze Strasse sitzt buchstaeblich auf der Strasse. Weiter unten singt eine Gruppe junger Maenner religioese islamische Gesaenge, Allahu abkar all-ueberall. Bis in die fruehen Morgenstunden sitzen wir hier. Am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, wird es schlagartig waermer...waermer...heiss. Die Werktaetigen machen sich uebermuedet auf zur Arbeit, und die Mehrheit der Alten, Frauen, Kinder und Arbeitslosen fluechtet in ihre Haeuser.

Es ist zu heiss geworden draussen in Senegal.

06.09.2004 12 23 vui #1870
Vom letzten Sommertag sprechen sie. Und der Himmel bleibt blau.
Ein letztes mal am Mittag aufstehen und direkt vom Bett auf die warme Wiese liegen. Die Sonne waermt so schoen auf der Haut und wenn du hinaufblickst ist der Himmel blau.
Ein letztes mal ein langes Tiefkuehltruhenzmittag in den Ofen schieben und zwei Stunden vorm Fernseher essen. Und wenn du satt hinaustaumelst nach der Ueberdosis gluecklicher und aktiver Menschen, dann siehst du zuerst gar nichts. Einene Moment lang. Dann wird der helle Schmerz im Kopf weicher und du siehst; der Himmel ist blau und die Steine unter deinen Fuessen sind warm.

Noch einmal aufs Velo gesessen und Richtung Bahnhof. Auch als die S8 in Zürich einfaehrt ist der Himmel noch blau. Zur Werdinsel also, wo du auch heute wieder erstaunlich viele Leute antriffst. Und du fragst dich, weshalb die alle Zeit haben am Nachmittag schon in der Sonne zu liegen. Nur eine Erklaerung gibts: Der Himmel ist blau und die strahlende Sonne und das Rauschen vom Wehr verzerren die Zeit. Ewig koennen sie da liegen. Die Zeit bleibt stehen und die Arbeit wartet. Sie sind momentan goettlich, unsterblich.
Ein stolzes Schauspiel von freier Menschlichkeit zieht durch den Tageslauf. Und es zieht mit ruhiger Gewissheit, so als koennte niemals etwas den gleichmaessigen Lauf unterbrechen, denn der Himmel ist blau.

Oder doch nicht mehr ganz? Punkt halb Acht gleiten die Schatten dunkel ueber die ersten Huegel. In Minutenschnelle wird die Welt schlagartig daemmerig und grau. Und kalt wirds. Der lange Traum ist vorbei. Auch ueber die freien Gesichter ziehen erste Schatten und als muessten sie diese verbergen, verschwinden sie alle, diese Menschen, und fluechten in ihre Haeuser.

Allein sitzt du also in der Daemmerung und du siehst nur von fern wie die letzten rotgleissenden Strahlen die Goldkueste hinauwandern.


06.09.2004 10 37 nik #1869
"Too many DVDs, and CDs and not enough time to rewind? Are your DVDs running a bit too slow? The DVD rewinder is the perfect solution! This novelty rewinder comes with the exclusive Centriptal Velocity Spindle providing the world?s fastest DVD rewind!"

02.09.2004 11 53 jr #1868
ein schmetterling noch!
nein. doch schon ein blatt.

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