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09.12.2003 21 56 lp #1471
Wer ist denn nu J.H.?

Die Welt schmerzt auch ohne Schuetzenhilfen. Manchmal. Ganz feste, wenn ich Harald Schmidt geguckt habe, diesen Verraeter, dieser Totschlaeger. Geistreich nennt man ihn in der Sueddeutschen? Ich kann nicht recht entscheiden, was da ernst und was ironisch gemeint ist. Beim Lesen des Artikels hatte ich immer mal wieder das Gefuehl, einen verzweifelten Geist hinter den Zeilen zu erblicken, der den Schwachsinn mitmacht, um seinen Job halten zu koennen. Aber vielleicht bin ich das selbst.

09.12.2003 17 32 nik #1466
"Egal, jedenfalls geht er den Weg der No Angels, er löst sich auf, erst einmal."

Roger Willemsen in der SZ über - na was wohl?

Das Deutsche Feuillenton ist brechend voll mit Beileidsbekundungen, Adieu-Sagen, Analysen, Polemik etc. und was tut der TA? Dieser bringt im Kulturteil ein Artikel über J.H. worin der Satz steht (ich zitiere frei): "Sie brachte der Generation Pop, X oder Golf den unversnobten Weltschmerz zürück...." Oder so ähnlich.
Und übrigens Jolly Roger wird auf der Kehrseite zeitiert mit folgendem Satz: "Ich habe selbst sieben Jahre eine tägliche Talkshow moderiert und hatte danach das riesige Bedürfnis, eine Pause einzulegen." HAAAAA!!!

09.12.2003 17 02 lp #1469
Die Vergeistigung ist eine ueble Sache, die man so gut wie moeglich vor anderen verbergen sollte. Viele Menschen haben nichts besseres im Sinn, als jeden geaeusserten Gedanken zu toeten, abzuschlachten.

09.12.2003 16 58 lp #1468
Verwirrung kommt doch von der Unsicherheit des wer bin ich und wer das/die andereN. Auch die Suche nach dem Guten, Wahren und Gerechten kann zu allerlei unsinnigen Symptomen fuehren, das Kreisen ueber der Welt. Metasysteme, wenn man sie nicht als solche zu trennen weiss vom eigentlichen Sein, werden mit Bestimmtheit zu einer Quelle aller moeglichen Wirrnisse; Religionen, Ideologien, Theorien, alles wendet sich gegen einen, wenn diese Trennung nicht vollzogen wird, sich Sinnliches und Abstraktes vermengt. Schein und Sein trennen, in einer Zeit, die alles daran setzt, das Sein zu toeten.

09.12.2003 14 45 mo #1467
Was macht eigentlich der geneigte oder genervte e.ch-Leser, dem ehemals vorhandene, schwuppdiwupp gelöschte Beiträge im Kopf herumschwirren, fragmentarisch, unüberprüfbar, da ja nicht mehr schwarz auf weiss zu belegen?

09.12.2003 09 46 van #1465
Wunschmaschine "Inbox": Jumpstart your new year's resolutions!

09.12.2003 09 14 nik #1464
"Mit eingezogener Kugelschreibermine kann man beispielsweise das Schreiben eines Namens simulieren, gleichzeitig aber einen leeren Stimmzettel produzieren, der das absolute Mehr hinunterdrückt. Zum gleichen Ziel kommt man auch, indem ein ungültiger Name auf den Zettel geschrieben wird. Auf Nummer Sicher geht hier, wer den Namen eines bereits Gewählten oder nach dem zweiten Wahlgang den Namen eines Ausgeschiedenen schreibt. Nicht ungültig ist hingegen der Name der Freundin oder des Vaters, vorausgesetzt, er wird nur in den ersten beiden Wahlgängen verwendet."

NZZ über verschrobenes Gewähle

09.12.2003 02 31 pet #1463
Wer Kunst und Wissenschaft hat, der hat Religion
Wer keins von beiden hat, der habe Religion!


frei nach Wolfi G.

(Abteilung WORTBALLAST, siehe auch "die zehn Haupt-Wolkenarten")

09.12.2003 02 12 pet #1461
Standbild2.gif

09.12.2003 01 46 pet #1460
Buchempfehlungen nach Mitternacht:

Demokratische Gerechtigkeit
Eine Studie zur Legitimität rechtlicher und politischer Ordnung,
Jörg Paul Müller, Oktober 1993

Die revolutionäre Frage
Föderalismus, Sozialismus, Anittheologismus
Michael Bakunin, 1867 - 1895

Glauben und Wissen
Rede zum Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2001
Jürgen Habermas

Glanz und Elend der Kurtisanen
Honoré de Balzac

Anleitung zum Einsamsein
Jonathan Franzen, 2002

Wer durch mein Leben will, muss durch mein Zimmer
Thomas Brasch, 2002

Telefonbuch der Stadt Zürich, Stadtkreise 1-12

An American Prayer
Jim Morrison, Pär Leschääs

Die gnadenlose Liebe
Slavoj Zizek, 2001

Hermeneutik zur Einführung
Matthias Jung, 2001

Gesetz und Freiheit, Eine Philosophie der Kunst
Harald Fricke, 2000

08.12.2003 13 48 lp #1456
Es ist nicht so, dass Philosophie, Politik, Kunst oder Arbeit irgendwas bringen wuerden; so zu fragen ist ein Fehler an sich. Da es keinen Sinn gibt, kann man locker-flockig aus den Verlegenheitsgesten, welche die Menschheit so im Verlauf ihrer Geschichte entwickelt hat, auswaehlen.

Es gibt zwar keinen Sinn, wohl aber einen Grund.

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