entecker
autoren
archiv
|
22.11.2003 12 45 nik #1408

Peter, Paul & Mary
21.11.2003 11 45 mo #1407
Woher kommt die Sprache?
Die alten Inder meinten, sie sei ein Geschenk der Götter.
Wenn Novalis recht hat mit seinem Satz "Denken ist Sprechen", so mag das Denken wiederum nur aus dem Sprechen entsprungen sein, es mag eine gewisse Höhe von Erinnerung, Gedächtnis, Vorstellungskraft, assoziierendem und kausalem Verknüpfen die Sprache so entstehen haben lassen, wie sich die Körper den Bedingungen anpassen. ... Vom musikalischen Laut her hat schon Darwin das Werden der Sprache erklären wollen, und gewiss ist Schrei und Paarungsruf Urelement aller Sprache.
(Aus Klabunds Literaturgeschichte, bei der es einen ebenfalls schwindelt.)
20.11.2003 17 48 pet #1405
Ist das interaktives Weblogging? Häsch mer ä ziggi hee...
Ich schmeiss Dir dafür eine Leberwurst mit/aus 100% biologisch angebautem Sauerkraut rüber!
20.11.2003 17 46 pet #1404
Da wird man ja mittendrin in seinem Textgebastel mit Schlagzeilen an die Wand geschmissen....
20.11.2003 17 30 lb #1403
Schlagzeilen zur wohl gestern veröffentlichten Gesundheitsstudie SMASH 2002:
20min: 42% der Mädchen trinken regelmässig
NZZ: Jung, gesund und zunehmend selbstkritisch
TagesAnzeiger: 70 Prozent der Mädchen möchten abnehmen
Blick: Lehrlinge haben mehr Sex als Schüler
20.11.2003 16 48 pet #1401
Um bei Taxifahrten nicht den Verstand zu verlieren, ist das Auswendiglernen von Jandels folgendem Gedicht unerlässlich:
Lichtung
manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht
velwechsern
werch ein illtum!
20.11.2003 13 13 pet #1400
Die Taxifahrt mit einem eben von seiner Frau verlassenen Chauffeur ist so, wie wenn man den Song Highway to Hell rückwärts hören muss, und dabei vom Beginn her mitzusingen gezwungen wird.
20.11.2003 10 06 dab #1399
es schwindelt.
"
Selbst der, der nicht staunend vor der Pathologie des Geisteslebens einer Gesamtheit steht, sondern Dekaden für grassierende Kulturseuchen als Einrichtung anerkennt [...] selbst der, der alles bejaht, was die Giftmischerin der Menschheit, die Tagespresse, als ihren Zweck oder Vorwand betreibt - selbst der steht ratlos vor [...] dem Phänomen, [...] wie es jenseits der Begeisterung einer Zivilisation für den, der ihr in unkontrollierbare Schönheitsgegend entwich - wie es gelingen konnte, diesen Begriff Stefan George noch dort zu züchten und unversehrt zu erhalten, wo nur der geringste Versuch unternommen wurde, ihn in die allergefährlichste Verbindung zu bringen: in die mit dem Begriff der Sprache, als eines Elements, von dem wahrscheinlich in jedem andern Lebensgebiet mehr enthalten ist als in der Literatur, ihre sämtlichen Nobelpreisträger und Nobelpreiskandidaten inbegriffen. Denn dass einer journalisierten und auf jeglichen Humbug dressierten Öffentlichkeit die abweisende Aufschrift eines Werkes: "Unbefugten ist der Eintritt verboten" - zumal mit kleinen Anfangsbuchstaben - hinreicht zu dem Glauben, was dort getrieben wird, sei Fug; [...] das wäre ja zur Not aus einem, namentlich in Mitteleuropa vorrätigen Drang der Masse nach Subalternität zu verstehen. Ein tieferes Mysterium jedoch als die vermuteten Geheimnisse ist die Möglichkeit einer Erkennung sprachlichen Wertbestandes innerhalb einer rein kunstgewerblichen Angelegenheit [...]"
|
|
andere
|