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17.10.2003 01 06 hat #1296
por amor de detalles: der Unterschied zwischen antiker Auffassung und antiquierter Auffassung liegt im Verfalldatum. Somit: haltbarer Notvorrat = kluger Rat wie schon Sokrates sprach. Oder war es doch Ogi mit seinem Hardcoreei?

17.10.2003 00 13 mo #1295
herzchen.gif


Es herbstelt auch im Blätterwald

Globaler Newsticker mit froher Botschaft für Arm und Reich:
Schlafen ist gut für die Lernprozesse des Hirns!
Vielleicht mit Sandmännchen davor?
Sechzig plus, reif und ordinär.
Echte Telefonliebe, direkt und unkompliziert.
Kein Nachspiel.

Nach antiker Auffassung sassen die Gemütskrankheiten im Unterleib.

16.10.2003 22 24 hat #1294
Global betrachtet und nach demokratischen Spielregeln handelnd haben die Armen recht. Sie sind in der Mehrheit. Warum also soll ein dem Rechtsstaat verhafteter (nicht: im Rechtsstaat verhafteter) Buerger sich vor ihnen fuerchten?

16.10.2003 16 28 mi #1293
Wenn Du aufhörst zu konsumieren, wirst du versorgt. Zeig mir ein Beispiel das aufgehört hat und dem es anderst ergieng und der sich nicht mit einer nachvollziebaren Philosofie untereingeordnet hat.

16.10.2003 16 14 mi #1292
Nanoliebe

Deine Tränen kullern an mir vorbei, jetzt
Und brennende Welten, flimmernde
Doch des Gegenwindes Mauer hetzt, und berauscht, erfrischt und man lauscht
Das Feuer zur Glut verkommt, wimmernde.
Der frische Sumpf kocht, die Blatern, musizierende.
Es rauscht darüber die Brise, streifend kalte Verzögerung
Zigaretten erzeugen kribbelnde Zellen, abgetrennte, sekundenlange, sich vermehrende, reifende.
Die meiste Zeit im Exil.
Komm näher.
Stetig klischehafte Wellen, wallend, volllustig, brilliant.
Am Grund der Fels, hart.
Fasse das Glück mit den Händen!
Der Tropfen auf der Existenz klopft an.
OHNE Dich kann die Haut schmerzen

Wieder eine Tür, offen
Das alles besoffen
Ahoi, und ein Fass voller Bier...
Ruft mein Meister zum Ursprung im Akt.
Chronisch, danach,
Nie endend, des Teufels Packt.
Alles liegt brach, wieder...
Schluss ist, Anfangen tun wir jetzt.
Unberührbare Erotik, wünschend, nicht ganz bieder.
Mit Kohle möchte ich dich bedecken.
Ich ernenne dich zur Königin der heiligen Flecken.
.
Lass Dich küssen.

Müssen...


15.10.2003 22 44 lk #1291
er rollt (rockt aber nicht)
er alzheimert
er heimlichfeisst ?
er wird gefeiert für

25 Jahre Blindheit im Namen der Fantasy

der papst

15.10.2003 15 58 ah #1290
Eine andere Frage aus Max Frischs Fragebogen lautet:

?Fürchten Sie sich vor den Armen??

Heute hat mich zu meinem Unglück eine nach einem Geldstück gefragt. Nein sagen, das geht nicht, weil, dann endet der Tag unglücklich, das verdirbt das Glück, schliesslich kauf ich nachher die Glückspost und die kostet was, das hätt ich doch geben können, deshalb ohne aufgucken das Portmonee hervorkramen, das geht zum Glück, man darf die Armen ja nicht anstarren... plötzlich fällts mir glücklicherweise noch ein, will doch keine sein, die vor dem Elend wegschaut... Blicke, auf: Ein Gesicht, ausdruckslos. Die Arme könnte gefälligst glücklich schauen! Unglückliches Lächeln ob des Spruchs meiner Eltern, der diesen Gedanken sofort zum Schweigen bringt, nämlich: Du solltest glücklich sein, dass es dir gut geht. Blick ins Portmonee. Unglücklicherweise: Ein Fünfliber und drei Zehnerli. Fünfliber, das ist sogar zweimal die Glückspost. Ist sogar schon eigentlich ein Teil meiner Zwanzigernote, könnte man so sagen, weil, nachher hab ich kein Münz für die Zeitung mehr und muss zu meinem Unglück die Note anbrauchen. Nach den drei Zehnerli fingern. Kein Glück, die Zehnerli sind zu klein. Keinen Einblick ins Portmonee gewähren, kein Unglück riskieren. Will ja nicht als knauserig gelten. Stottern: Hab nicht mehr, sorry, und dabei denken, weshalb geb ich etwas, wenn ich doch nicht geben will. ... Zehnerli in die ausgestreckte Hand fallen lassen, nicht berühren, das geht zum Glück. Bloss nicht aufschauen, auch nicht in eine andere Richtung. Passanten meinen doch: Die fühlt sich als Weltverbesserin, jetzt, dabei, nur drei Zehnerli, man hats gesehen... eine Häuserzeile weiter stecke ich den Fünfliber in die Hosentasche, griffbereit. Den ganzen Tag warte ich auf einen Bettler, unglücklicherweise vergeblich. Über Mittag Langeweile, weil keine Glückspost zum Lesen. Abends, auf dem Heimweg will ich den Fünfliber in die Limmat werfen, weil, das bringt Glück. Plötzlich fällts mir glücklicherweise noch ein: DER Fünfliber bringt doch kein Glück mehr. Am Kiosk, spät, kaufe ich zweimal die Glückspost, zweimal dasselbe Exemplar, damit ich den Fünfliber auf einen Schlag loswerde. Macht genau einen Fünfliber, sagt die Frau am Kiosk. Zum Glück.

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