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13.10.2003 02 34 van #1281
damn

12.10.2003 23 08 mo #1280
Weiberautorenunessentials (I)

"Du frisst die Welt, damit Du sie als Worte ausscheissen kannst."

Die letzten Worte:
"Und was fehlt?" "Ein Mann!"

(Tatort mit Batic und Leitmayr im Ersten DF, gerade eben)

11.10.2003 02 47 nik #1279
Jungeautorenessentials (I)

Fuck
Autor-Faq
Danke
Dab

10.10.2003 16 59 van #1278
Autor-FAQ nachgeführt, danke dab.

10.10.2003 15 12 dab (über SMS) #1277
grummel

sorry -- ich hatte die Nummer für email-via-sms von sunrise vergessen; Und wo hab ich sie gefunden? Etwa auf der bloat-page von sunrise, wo man via javascript in munzigen fensterli schwachsinnien Sabber-Support bekommt? Nein, natürlich bei der Matthäuskirche. (entecker autor-faq: sie ist 999)

09.10.2003 20 16 van (über SMS) #1276
Demonstrationsumzug in der innenstadt. Bestimmt wieder so hermeneuten.

09.10.2003 14 06 dab #1275
Wisst ihr, was das Coole am Buddhismus ist? Die Blumenpredigt. Der Rest ist Hermeneutik.

09.10.2003 13 50 pet #1274
Episode 1

In meinem Lieblingsgeschäft für preisreduzierte Elektrogeräte habe ich kurz nach dem Termin bei der Dentalhygienikerin (eine Sadistin, ohne Zweifel), die herabgesetzten Preise elektrischer Zahnbürsten verglichen. Da stürmt eine zierliche, leicht verruchte Lady (Typ Eva -> Comic) mit ihrem Dackel im Schlepptau in den Laden. Wenn sie eine Eisenstange dabei gehabt hätte, hätte sie jenem auf der Strasse vorhin den Schädel eingeschlagen. Der Verkäufer nickt der echauffierten Dame anerkennend zu. Da hätte auch seine Kippa nichts genutzt. Wären seine Schläfenlocken doch nur eine Zündschnur. Ueberhaupt seien jene allesamt Terroristen. Sie kauft ein preisreduziertes Bügeleisen und verlässt den Laden.

Episode 2

Ich bin einem, auf den ersten Blick gesehen, "kultivierten" Schweizer begegnet. Das Gepräch kreiste, ohne dass ich es provoziert hätte, um Schweizer jüdischen Glaubens. Ich hätte mit ihm gerne über Atheismus gesprochen, denn er sagte, er sei Atheist. Er baute verbal ein Gebäude um das Judentum, Israel und die kosmopolitische Weltschau. Ich gab auf und liess, liess mich anlabern, dass er mit jüdischen Kindern zur Schule gegangen sei, dass er jüdische Freunde habe, dass er das Judentum bewundere. Bald jedoch begann er aufzuzählen, was ihn an den Juden im Allgemeinen und im Speziellen störe. Er sagte mir, die Juden seien dafür verantwortlich, dass es den Arabern schlecht gehe. Die amerikanische Regierung werde von den Juden kontrolliert. Es seien vorwiegend Juden, die hier in Zürich den betrügerischen Konkurs praktizieren würden. Nein, er sei kein Judenfeind - nur... aber... Als ich ihn fragte, was denn einen Juden zum Juden mache, sagte er kurz und knapp: der Umgang mit dem Geld, Oel, Gold und überhaupt allem Materiellem. Ich konnte nur noch kurze Zwischenfragen stellen und ihn bei seinen verkniffenen, leidenschaftlichen Aeusserungen mustern. Er war Feuer und Flamme, obwohl er es so gut wie möglich zu verbergen versuchte. Ich hätte zum Beispiel "Bronfman" sagen können und seine Ausführungen wären umschweifend geworden. Ich hätte "Sharon" flüstern können und er hätte vor Eifer zu geifern begonnen. Ich wäre nicht erstaunt gewesen, wenn er beim Name "Osama bin Laden", oder beim Stichwort "Yassir Arafat" rührige Worte gefunden hätte. Ich unterstelle ihm das - vielleicht ist es unfair. Er hat nicht explizit gesagt, dass die Juden heute wie die Nazis von gestern seien, aber ich hörte ihn das sagen zwischen seinen Ausführungen. Es hat nur noch gefehlt dass er sagte, Himmler wäre ein Jude gewesen. Oder Bush sei Hitler. Bald wurde er stumm, weil ich so lange geschwiegen habe bei seinen Ausschweifungen. Verschämt wendete er sich ab und sprach nur noch Floskeln. Die Leidenschaft war weg. Resignativ versuchte er so schnell wie möglich das Gespräch zu beenden und mich loszuwerden, ich merkte, ich war ihm in meinem passiven Zuhören und Zunicken lästig und unangenehm geworden. Ich merkte, er wollte in mir einen nickend-zustimmenden Zuhörer finden. Ich hatte es bis auf die Spitze getrieben mit dem bewusstlosen Zunicken. Seinen Eifer konnte ich erst stoppen als er sagte, die Juden wären an allem Schuld. Ich nickte wiederum. Er war verzweifelt. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn er dann gesagt hätte, er hätte das Buch von Bruno Dössecker über die (erfundene) Kindheit im KZ gelesen. Ich hätte nicht gestaunt, wenn er gesagt hätte er wäre in Amsterdam das Museum Anne Franks besuchen gegangen. Nach Auschwitz hat ihn seine Leidenschaft sicher auch schon getrieben. Ich hätte ihn für Stunden weiterquälen können, aber irgendwie verweigerte er sich mir. Ich konnte mir nicht erklären weshalb. Er wurde still, bewahrte aber die Fassung und lächelte mir zu, als könnte er mir die absolute Wahrheit nicht zumuten.

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