entecker
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09.10.2003 00 16 lk #1189
 Aeh, ja. Doch noch. Er meinte, wir sollten in der
obersten Wohnung anklopfen und anfragen, ob
wir eine Handvoll Gold mitnehmen könnten. Wir
brauchen es für unseren Café Crème, der in
Bälde auf den Tisch kommt.
09.10.2003 00 14 ah #1273
was nervt
undichter kehrichtsack
gespräche über swiss
gespräche über arnold schwarzenegger
schlaffe lachmuskeln in der werbung
schimmelpilz an der konfitüre
ausgerauchte zigarette, die weiterraucht
09.10.2003 00 13 lk #1140
Ich hasse es, wenn ich in einem Internetcafe sitze, und eine Afrikanerin schreit, in wie sie meint, französischerem als französischem Französisch in der Gegend herum. Dieses arrogante Getue. Die Schwarzen wollen alle weiss sein und die Weissen braten das ganze Jahr in den Solarien herum, um schwarz zu sein.....
Deshalb kein Foto. Ich bin genervt.
08.10.2003 22 48 pet #1007

Vision des Protagonisten beim Lesen der Bibel in A Clockwork Orange, Stanley Kubrick, 1971
08.10.2003 22 22 pet #1272
Im Kino läuft das "Making of" von "Dogville": "Dogville Confessions". Diesen pastoralen Bekenntnissen nach kann man sich so ungefähr ausmalen, wie der Film wird. In der Dokumentation über Triers Filmschaffen muss die Kameraführung unerbittlich doppelt so stark wackeln wie im Dogma-Orginal. Das Dogma wird mit dogmatischer Wackelanbiederung ungeniessbar. Kennt das Dogma keine Genres mehr, ist der Absturz in den Brei der alles umfassenden Hysterie angesagt. Die Neurosen-Schleuder Lars von Trier löst in seinen wenigen Statements stille Schreikrämpfe aus. Sein weichgespültes Melodramkino mit irrlichternder Kameraführung und dem kastrierten Pathos, in bewusst reduktionistischer Form, ist im besten Fall mitleiderheischender Schmalz und nicht wirklich Drama. Was es ja nach Dogma auch nicht sein darf. Das Ganze aufgezuckert mit Rollen, die Trier mit Schauspielern besetzt, die von ihm zur Dekompensation genötigt wurden. Es scheint, als wäre Lars von Trier gerne ein Hippi gewesen. Nur leider kam er zu spät und speichelt deshalb in seinen Filmen als spätberufener Hippi-Generalissimo die Herzen der Zuschauer ein, auf dass sie alle betroffen murmeln: Dieser Mann ist zwar irre, aber gerade das rührt unsere Gemütchen ungemein. Zwanzig Minuten nach Beginn reisst es mich aus dem Saal. Unerträglich. Ob der "Dogville" gut ist? Ich will ihn nicht mehr sehen. Dogmatische Enthaltsamkeit was das Filemachen anbelangt, kann nur mit einem Splatter-Movie begegnet werden, in dem salbadernde Regisseure, nach Massgabe ihrer Phobien, mit allen Regeln der Kunst ihrer befürchteten Angst zugeführt werden. Auf dass die Regisseure endlich ihre Aengste nicht mehr in Dogmafilmen zu Stoff werden lassen und das Publikum teilhaben lässt an der selbsttherapeutischen Wirkung dieser Art von Filmschaffen.
Wirkliche Film-Zombies wirken im Vergleich geradezu menschlich!
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