02.10.2003 21 25 pet (über SMS) #1250
tumbling dice
02.10.2003 21 22 pet (über SMS) #1249
midnight ramble
02.10.2003 21 04 pet (über SMS) #1248
you can't always get what you wan't
02.10.2003 20 59 pet (über SMS) #1247
angie
02.10.2003 20 52 pet (über SMS) #1246
don' stop
02.10.2003 20 49 pet (über SMS) #1245
you got me rockin'
02.10.2003 20 44 pet (über SMS) #1244
start me up!
02.10.2003 20 41 pet (über SMS) #1243
brown sugar
02.10.2003 07 56 lp #1242
Q:The point of this game should be: can any of you stay alive.
Worf :If your game is fair, we will.
Q:Oh, for shame, Worf! Fairness is such a human concept. Think imaginatively! This game should in fact be completely unfair.
01.10.2003 23 04 lp #1241
Der Manager
Wenn er mit mir redet, ist es, als ob niemand mit mir redet. Wenn er redet, redet er ueber dieses oder jenes, ueber vieles. Die Worte haben ihre Bedeutung laengst verloren. Was verstanden wird, ist nicht von Interesse. "Dieser und jener CEO, narzistisch, Transaktion, Snowboardgeneration, Telekommunikation, Party". Sich selbst entfremdet. Nicht mehr spuerbar.
Familie in Disneyland. Goofy ist lustig, das Kind lacht. In Goofy steckt Marc, Marc ist Alkoholiker. Marc ist Goofy. Das Kind lacht, weil Goofy lustig ist. Familie in Disneyland. Wer ist Goofy?
http://www.unet.univie.ac.at/~a9200097/q/q08.html
01.10.2003 13 36 mo #1240

?Liebe Seele ? der Name ,Du? ist sehr zutreffend; er ist tief; es gibt keinen andern, der ihm gleich käme.? (Ludwig Hohl)
Feuilletons und Rezensionen als Zufallstrefferfunde für Angedachtes, Unausgegorenes. Wozu braucht es Kosenamen?
Diese Verrenkungen, den einen zu finden, der genauso individuell ist wie der Mensch, der damit bedacht werden möchte, soll oder gar will. Eiertanz auf Abgedroschenheiten, letztlich, kaltfüßig fröstelnd wie im Herbst ohne Heizung. Intensives Du als Warmmacher, Herbeirufen von du-alen Erinnerungen, positivstenfalls. Du aber auch als Seelentöter, Konversationskiller, Grenzüberschreiter, Du unbeschreibliches Sonstwas, Du-bel, negativstenfalls. Beides gleichzeitig zu haben, mit verschiedenen Absendern und Adressaten. Du als Isolationshaft, Du als Hafen.
Mein Boot, das Ich, das andere Du, landet gern im lieben Du, auf der temporären Flucht vor den Winterstürmen, die sich unausweichlich ankündigen, kose-namenlos.
29.09.2003 19 31 mo #1238

And he was what he has been
because he did what he has done.
26.09.2003 17 32 pet #1233
Der Hostessen gibt es viele, die Nahrungsmittelhappen in den Filialen von Sorgim & Pooc zum Degustieren anbieten. Nachdem ich vor nicht allzulanger Zeit bei einer gelangweilten Hostess des Wurstverarbeiters "Delicarna" hochinteressiert die verschiedenen Aufschnitte verkostet habe, wurde ich heute von einer Trachtenfrau genötigt, Fertigfondue zu degustieren. Meistens schäme ich mich, zielstrebig den Degustations-Stand anzusteuern. Ich versuchte deshalb auch heute möglichst desinteressiert die Käseabteilung, mit dem Ziel Joghurt, hinter mich zu bringen. Doch die Hostessen lesen meistens irgendwie an meiner Körpersprache ab, dass bei mir mit Gratisfressen nicht zu spassen ist. So auch heute. "Fondue zum probieren", schalmeit es von der Seite. Ein verlegener Blick in die nächste Käsetruhe und ich nehme den flüchtigen Blickkontakt auf. Das Appenzeller-Fertig-Fondue im kleinen Plastikbecher könne man im Mikrowellenofen erhitzen, wird mir erklärt. Ich murmele, ich hätte aber keine Mikrowellen zuhause. Dann gäbe es auch kleine Pfännchen. Ich sage, kleine Pfännchen finde ich blöd. Und überhaupt, frage ich sie, ob ihre Appenzeller-Tracht echt sei. Sie bejaht. Ihr Arbeitgeber hätte Frauen, die bereits im Besitz von Appenzeller-Trachten seien, rekrutiert. Ich frage, ob sie denn eine Appenzellerin sei. Sie sagt, sie käme ursprünglich von dort. Sie sagt, im Fertigfondue hätte es 87% Appenzeller. Ich frage, welcher Käse den übrigen Teil ausmache. Sie sagt, sie wisse es nicht. Auf jeden Fall sei ihr Auftritt in der Appenzellertracht eine gute Gelegenheit, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Aha. Ich bejahe und verziehe mich.
Wer verdammt kommt auf die Idee, beinahe echte Appenzellerinnen zu veranlassen, im städtischen Supermarkt Fertigfondue in kleinen Plastikbechern im Mikrowellenofen zu erhitzen, auf Miniaturplastikgabeln aufgespiesste, unterdimensionierte Brotmocken in die Sauce tunken zu lassen, um sie in einem durchsichtigen kleinen Plastiktöpfchen den verstörten Kunden anzubieten, nur damit diese die aufregende Frage stellen können, ob die Tracht echt sei und ob die Hostess tatsächlich Appenzellerin sei. Dass die Leute zuerst die Trachtenfrage erörtern und dann das Produkt probieren, scheint mir abwegig. Die Legitimität des Appenzellischen würde so auf eine harte Probe gestellt. Nicht auszudenken.
|