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23.09.2003 18 26 nik #1229
1. Beim gemeinsamen Abendessen in der Gemeinschaftsküche einer hiesigen Wohngenossenschaften: Ein ca. dreissigjähriger Herr möchte am Wasser eines ebenfalls ca. dreissigjährigen Pärchens am Nebentisch teilhaben und fragt:
*"Darf ich das Wasser solidarisieren?"

2. Der von der Stadt Zürich eingerichtete Treffpunkt für Alkoholiker heisst:
"T-ALK"

Beides ist - ähhh - irgendwie schlimmschlimmschlimm!

*Spült bei mir folgenden Kalauer an die Oberfläche:
Joschka: "Darf ich das Wasser solidarisieren?"
Annalina: "Wenns danach sprudelt - Ja!"

23.09.2003 16 42 dab #1228

magistrale Anbiederung, die;

  • philosophische: Das Magistrat begibt sich absichtlich auf das Niveau seiner Subjekte hinab und verbreitet mit grosser Kelle Anregungen und Weisheiten, die aus deren Leben gegriffen und somit für sie verständlich sind. Beispiel: Innenstadt flächendeckend giftgrün mit Variationen zur Erkenntnis "Mobilität ist Kultur"1 sättigen.
  • moralische: Das Magistrat ist in der Lage, von seinem hohen Ross zu steigen und sich auf das moralische Niveau seiner Subjekte zu begeben, also etwa zum Thema Sex selbstverständlich den Kontext hip verrucht, treulos, Seitensprung, zugedröhnt und promiskuitiv zu implizieren. Beispiel: die Alltäglichkeit und Wohlvertrautheit des Magistrats mit derartigen schlüpfrigen Situationen mit grosser Kelle national flächendeckend mit knallgelben Kalauern belegen.

1   Hinter diesem Slogan steht ein Konzept. Je mehr Humor die Leute haben, desto positiver finden sie die Aktion.

23.09.2003 10 52 lb #1226
75.jpg

Diesen Spruch finde ich besonders schlecht. Denn:

Der Spruch mach keinen Sinn, wie man ihn auch dreht und wendet. Der gesunde Menschenverstand sagt mir nämlich, dass man, wenn man sich diese nicht-legitime Frage auch nicht stellt, wie das die Kampagnenmacher apodiktisch kundtun, man wohl eher OHNE anstatt MIT verkehrt. Man wird mir jetzt vorschlagen, ich solle mich nicht dümmer stellen als ich sei. Ich entgegne folgendes: Auch im umgekehrten Fall, dann also, wenn man es als Normalfall betrachtet, MIT zu verkehren, gibt es Momente, wo diese Frage durchaus legitim wird, ansonsten die Überalterung der Bevölkerung schnell zum grösseren gesellschaftlichen Problem wird als AIDS.

22.09.2003 08 54 lb #1224
Am Samstag war

night fever at Zig Zac with
Live-Dj's

Ich frage mich nun, wie denn Nicht-Live-Dj's die tobende Menschenmenge bei Partylaune halten.


21.09.2003 00 11 van #1223
cl-ient.jpg

Da ist also dieser kleine Junge, der zufällig beobachtet hat, wie der Mafia-Anwalt Jerome "Romey" Clifford mit dem Auto in den Wald hinausfuhr und sich erschoss. Nun hat er das FBI am Hals, das aus mir nicht einleuchtenden Gründen schnell zum Verdacht gelangt, dass Romey vor seinem Freitod dem Kleinen noch alle möglichen Lebensgeheimnisse anvertraut haben könnte. Da der Junge riecht, dass sowas zusätzlichen Ärger mit sich bringen könnte (schliesslich sieht der Plot vor, dass ein Kind von der Mafia verfolgt werden soll), lügt er munter drauflos, er habe den Anwalt erst nach dessen Tod entdeckt. Das FBI, nicht verlegen, hält ihm triumphierend die Sprite-Büchse vor die Nase, aus der der Junge vorher getrunken und dabei allerhand seiner Fingerabdrücke hinterlassen hat, dieselben, die im Auto des Anwalts dummerweise ebenfalls in grosser Zahl gefunden worden sind. Der Junge, nun kleinlaut: "Ich muss aufs Klo". Der Filmzuschauer soll nun offenbar den Eindruck bekommen, hier sei ein geradezu erdrückender Beweis dafür auf dem Tisch, dass der Junge mit dem Dicken vor dessen Abschied noch ein wenig im Auto gesessen und über Gott und die Welt geplaudert habe. Immerhin war es ja auch so, wie der Zuschauer selber gesehen hat. Warum aber, so frage ich mich, müssen die Brad Renfroschen Abdrücke aus polizeilicher Sicht zwingend VOR dem Tod des Anwalts in die anwaltliche Karre gelangt sein? Die Autotüren standen sperrangelweit offen. Wieso sollte ein Junge, der den Nerv hat, anonym die Polizei zu rufen, und sich nachher noch solange auf dem Schauplatz herumzutreiben, bis ihn die Polizei da findet, seiner Neugier nicht stattgegeben und noch ein wenig im Auto des Toten rumgeschnüffelt haben? Weiterflunkern, Brad! Stattdessen Rückzug aufs Klo. Kein Wunder braucht so einer Susan Sarandon als Anwältin.

(Den Filmgenuss störende Überlegungen nach 15 Minuten "The Client").

20.09.2003 17 59 pet #1222
"Urwundernilstutengreisin"
"Ali Baba Fenichel de Goertz zu Onkelsmülle"

20.09.2003 13 27 mo #1221
najjar.shot.jpg


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