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27.04.2003 18 55 van (über SMS) #1094
Knonau (Ganja City). Blueschtfahrt.

26.04.2003 16 25 nik #1093
Aufenthalt im Schwenkbereich

Wieder sitze ich in der Küche und schaue aus dem Fenster. Ich sehe am gegenüberliegenden Haus acht Dachluken. Es sind alle acht geschlossen, denn es hat geregnet. Die Bäume hinter dem Dach sind inzwischen grün geworden, noch nicht ganz grün, aber fast. Jetzt beginnt es wieder zu regnen. Eigentlich wollte ich einen Spaziergang machen, das ist aber verboten, wenn es regnet. Im Regen zu spazieren, ist etwa so verboten, wie sich im Schwenkbereich eines Lastwagens aufzuhalten. Ich sah nämlich einen Aufkleber auf einem Lastwagen "Aufenthalt im Schwenkbereich verboten". Darf man denn einfach so verbieten. Ich meine, wer verbietet denn da wem etwas? Darf ich einen solchen Aufkleber auch an meinem Fahrrad anbringen? Darf ich natürlich! Nur ist die Frage, ob ich beim Zuschadenkommen eines Fußgängers, der durch die Nichtbeachtung des Schwenkbereiches meines Fahrrads zustande kommt, von Versicherungsvorderungen befreit würde. Deshalb ist doch auch der Schwenkbereich eine "verbotene Zone". Andererseits ist natürlich ein Spaziergang bei Regen überhaupt nicht verboten und weil es nicht verboten ist, auch kein sonderlich guter Vergleich zum Verbot sich im Schwenkbereich eines Lastwagens aufzuhalten. Eigentlich ist es nicht nur nicht ein sonderlich guter, sondern ein sonderlich schlechter Vergleich. Er stellt eine Analogie her, wo eigentlich überhaupt gar keine Ähnlichkeiten bestehen. Aber das Schöne an Vergleichen ist, dass man zwischen gänzlich ungleichen Dingen durch die Tätigkeit des Vergleichens eine Ähnlichkeit herstellt. Im Falle des Spazierverbots bei Regen liegt der Fall aber noch etwas anders, denn es gibt ja gar kein Sparzierverbot bei Regen. Oder gibt es doch eines? Gibt es nicht ein inneres Verbot, oder eher eine Konvention des Nichtspazierengens bei Regen. Man geht bei Regen nicht spazieren, weil man dann nass wird und Nasswerden ist unangenehm, weil...na...weil man eben nicht gerne nass ist. Niemand ist gerne nass. Ausser man gibt sich erotisch: "Komm liebster, wir gehen spazieren!" "Aber es regnet doch draußen!" "Das kann ganz doch ganz romantisch sein, ein warmer Sommerregen!" In Filmen klappt es ja auch meist. Aber in Filmen klappt noch so einiges, was im richtig beinhart unbarmherzig alltäglichen Alltagsleben nur sehr selten oder aber überhaupt gar nie und nimmer KLAPPT.

23.04.2003 22 37 lk #1092
20:26 hier ist es immer frueher als in zuerich. das wird sich nicht aendern, solange die uhren nicht weltweit dieselbe zeit anzeigen. das koennte man eigentlich im zeitalter des internets einfach regeln, da wir alle mehr oder weniger gelernt haben, auch nachts zu leben, arzubeiten oder oder oder. die kuehe brauchen keine computer und ich arbeite selten tagsueber. das koennte heissen: ich gehe morgen nacht zum coiffeur. treffen wir uns gegen 04.00 zum zmorge.....

23.04.2003 19 31 van #1091
falscher-befehl.png

Viertel nach sieben, falscher Befehl, seltsame Zeichen rauschen über den Bildschirm, macht nix.

17.04.2003 00 43 mo #1089
escalsd.jpg

Vor sechzig Jahren suchte ein Schweizer namens Hofman, Albert, in einem ganz normalen Sandoz-Labor der dortigen Alltagsroutine mittels Magensafterforschung bei Weinbergschnecken zu entkommen, lutschte am Daumen und entschwand in halluzinogene Sphären, was ihm bald darauf Michel Foucault, Ernst Jünger, Cary Grant, Aldous Huxley und natürlich auch Timothy Leary samt Anhängern nachmachen sollten, bis das angeblich zum Du und Du mit Gott führende Zeug 1966 verboten wurde, denn der CIA befürchtete weitreichende staatliche Umstürze. One drop only, laut Grant für alle Politiker empfehlenswert. Horrortrip Iraq? Die Droge spielt jedenfalls in aktuellen Exekutivberichten keine offizielle Rolle mehr, was sie konfus verdächtig macht.
?Ich bin sehr glücklich?, skandierte Philosoph Foucault, als er in der Wüste LSD gespeichelt hatte. Dann weinte er.

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