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26.02.2015 12 49 pet #2953
"Die Wörter bezeichnen in ihrer eigentlichen und unmittelbaren Bedeutung Ideen im Sinne des Redenden. Nun können wir jedoch durch ständige Übung von frühester Kindheit an gewisse artikulierte Laute sehr vollkommen lernen, so dass sie uns schnell auf die Zunge kommen und dem Gedächtnis stets zur Verfügung stehen, ohne dass wir dabei immer ihre Bedeutung sorgsam prüfen oder genau feststellen. Daher geschieht es oft, dass Menschen, wenn sie auch aufmerksam überlegen wollen, ihre Gedanken mehr auf die Wörter als auf die Dinge richten. Ja, die Wörter werden zum grossen Teil erlernt, ehe die ihnen entsprechenden Ideen bekannt sind. So kommt es, dass etliche Leute, und zwar nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene, eine Reihe von Wörtern in derselben Weise aussprechen, wie Papageien, nämlich nur, weil sie sie erlernt haben und ihnen die betreffenden Laute geläufig sind. Zweck und Bedeutung haben die Wörter jedoch nur dann, wenn eine feste Verbindung zwischen Laut und Idee besteht, sowie die Absicht, dass das eine für das andere eintreten soll; denn ohne eine solche Verwendung sind die Wörter nichts weiter als bedeutungsloses Geräusch."

John Locke (1632-1704)

26.02.2015 11 54 pet #2958
Balken im Auge: Bei der Durchsicht meiner Gedanken ist mir letzthin aufgefallen, dass sie ziemlich ungeordnet sind. Im Sinne eines Zwischenschrittes, zur Übersicht also, entschloss ich mich, sie aufzuräumen. Zunächst alphabetisch, wie in einer Enzyklopädie. Beim letzen Buchstaben Z wie Zeit angelangt, ertrug ich die schreckliche Auflistung der Gedanken nicht, so dass ich sie in der Aufwallung meiner Gefühle durcheinander warf. Meine Gedanken folgen dem Sachzwang und da es verschiedene sich widersprechende Sachzwänge gibt, ist das Ordnen der Gedanken nach Wichtigkeit und Dringlichkeit so beschwerlich.
Deshalb kam ich auf die Idee, die Gefühle nach ihrer Wichtigkeit und Dringlichkeit zu ordnen. Ich begann mit der Animosität und endete beim Zorn. Da die Qualitäten der Gefühlslagen so unterschiedlich und unendlich an der Zahl sind und abhängig von den Gedanken und Körperempfindungen, brach ich aus Vernunftsgründen auch dieses Vorhaben ab. Ich begann meine Körpersensationen zu zählen, nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu beurteilen, meine Umwelt schreitend, riechend, schmeckend, tastend, hörend und sehend zu erkunden. Nach einiger Zeit hatte ich Hunger und ass ein Stück Brot. Dann wurde ich müde und ging schlafen. Der Schlaf überwand alle Empfindungen des Körpers, da ich wieder mal ein Bergtal überflog und allerhand physikalisch unmögliche Dinge erlebte und ausprobierte. So musste ich auch aufgeben, die physischen Empfindungen nach Wichtigkeit und Dringlichkeit zu ordnen. Mein geplantes Ordnungsvorhaben geriet durcheinander und ich übergab mich wieder der Zerstreuung und erledigte meine Monatszahlungen.
Nun ging ich aufs Ganze: Was würde ich kurz vor meinem Tod am meisten bereuen. Neben entgangenen Begegnungen, nicht erfüllten Sehnsüchten, nicht erlebten Ekstasen, nicht entdeckten Gewissheiten, unerfüllten Lieben und nicht zugestandener Musse war es natürlich die Tatsache, nicht das Wesentliche vom Unwesentlichen unterschieden zu haben. Ich wäre also kurz davor zu sterben und im Begriff, die Ordnung der Dinge wiederhergestellt zu haben. Nur leider etwas spät.
Sobald ich mir vergegenwärtigte, dass ich wohl noch nicht so nahe dem Tod sei, verflüchtigte sich der Wunsch gelebt zu haben. Ich wurde traurig und suchte nach meinem Kuscheltier, das ich als Kind immer so gerne mochte. Fand es nicht, legte mich ins Bett und zählte Schafe. Schafe können in einer Herde schwerlich geordnet werden. Nach was denn? Beim 325ten Schaf schlief ich ein. Es war ein weisses und sah so aus wie die anderen 324 Schafe. Im Traum erschien mir das 326te Schaf. Es blöckte: „Ich war das Erste, aber du hast mich übersehen!“ Welche Farbe dieses Schaf wohl hatte?

23.10.2014 20 40 van #2954
MHHH:

02.10.2014 22 15 wez #2951
BILLIG: ALDI (so sein Kürzel bei der im Übrigen linken Tageszeitung) erzählte mir, seine Ex-Freundin habe in seiner Zeitung (in der er Chef vom Dienst ist), eine wiederkehrende Kolumne schreiben dürfen. Sie habe jetzt dank Unterstützung eines anderen Herren aus der Literaturlandschaft (welcher erfahrungsgemäß sehr viel jüngere Literaturstudentinnen fickt), mit diesen Kolumnen ein Buch fertig gestellt.
Außerdem habe sie mit dem Leiter der Kulturbehörde, einem alternden Glatzköpfigen, der auch selbst immer wieder über dieses Thema (alter Sack und junges Mädchen poppen) schreibt, Sex gehabt.
Ich habe ihm (ALDI) gesmst, dass mich das ekelt. Und auch die Vermutung, dass sie dafür und nicht für Ausschnitte aus ihrem Werk eine Literaturförderung bekommen hat, beunruhigt mich als weiblichen Autoren (sic!).
Nun schob er, dieser ALDI, noch nach und behauptet: Frau K.K., eine der diesjährigen, quasi also "hausgebackenen" Autorinnen, die mit Lippenstift und coolem Titel die Buchmesse auffrischen sollen, sei mit dem Geschäftsführer eines Verlages verheiratet (führe aber einen anderen Namen als dieser), dessen Kumpel, Geschäftsführer einer der renommiertesten Verlage in diesem Land, nun ihr Buch (ein "Pop-Scheiß", der kaum einen Winter überleben wird), hypt.
KOTZ.
Dass Ulla Berkewicz damals Peter Unseld geheiratet hat, wissen wir. Dass ihr Debüt schön geschrieben war (ohne ihn?) auch.
Aber muss denn dieses Gehure in der Verlagsbranche wirklich sein? Was wirft es denn bloß für ein Licht auf die moderne Frau und ihr literarisches Schaffen?
Wir möchten es nicht wissen. Sondern blättern um.
Vergessen wir schnell wieder, worüber wir überhaupt geredet haben.

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